Zunächst erfolgen die Arbeiten an besonders stark genutzten Radverkehrsachsen und Hauptstraßen des Autoverkehrs - wie hier in der Wagnerstraße. Foto: Stadt Cuxhaven
Zunächst erfolgen die Arbeiten an besonders stark genutzten Radverkehrsachsen und Hauptstraßen des Autoverkehrs - wie hier in der Wagnerstraße. Foto: Stadt Cuxhaven
Im Verkehr

Neue Maßnahme an Kreuzungen und Einmündungen: Cuxhaven markiert über 100 Stellen rot

von Redaktion | 27.07.2026

Cuxhaven setzt auf rote Markierungen an über 100 Kreuzungen. Im Fokus stehen die Radfahrer. Dabei verfolgt die Stadt ein klares Ziel. Was hinter der Maßnahme steckt.

Wer mit dem Fahrrad durch Cuxhaven unterwegs ist, soll künftig sicherer Kreuzungen und Einmündungen passieren können. Deshalb markiert die Stadt die Radquerungen an insgesamt über 100 Stellen entlang von Vorfahrtsstraßen rot. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und insbesondere Abbiegeunfälle zwischen Autos und Radfahrern zu verhindern.

Die auffällige rote Fläche macht Autofahrerinnen und Autofahrer frühzeitig darauf aufmerksam, dass hier Radfahrer unterwegs sind und Vorfahrt haben. An den bestehenden Verkehrsregeln ändert sich dadurch allerdings nichts: Radfahrer sind an diesen Stellen bereits heute bevorrechtigt. Die neue Markierung soll diese Situation lediglich deutlicher sichtbar machen und so für mehr Sicherheit sorgen.

Am Übergang von der Brahmsstraße in die Bachstraße ist der Radweg rot markiert. Foto: Kuczorra

Verkehr: Cuxhaven geht noch einen Schritt weiter

Damit folgt die Stadt Cuxhaven auch dem Vorbild anderer Städte und Kommunen und geht sogar einen Schritt weiter: Die Markierung wird zum Standard benannt. Das Vorhaben wurde den städtischen Gremien bereits im Frühjahr 2025 vorgestellt. Die Stadt übernimmt dabei die Initiative und wird in Abstimmung mit den anderen Straßenbaulastträgern auch Straßen außerhalb ihrer eigenen Zuständigkeit markieren, um die Sicherheit im Radverkehr in der gesamten Stadt zu fördern. Für die Umsetzung mussten umfangreichere Bestandsaufnahmen und zahlreiche Abstimmungen mit hohem organisatorischem Aufwand getroffen werden.

Unter Berücksichtigung der Auftragslage der Markierungsfirma sowie mit Rücksicht auf die erforderliche Wetterlage haben nun die Arbeiten begonnen. Schrittweise und vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Personal und Finanzmitteln werden die noch fehlenden Bereiche in den nächsten Jahren ebenfalls nach dem Standard markiert.

Die Fahrbahnmarkierungen sind klar zu sehen. Unter anderem die Übergänge von der Brahmsstraße zu den Nebenstraßen sind gefärbt. Foto: Kuczorra

Zunächst erfolgen die Arbeiten an besonders stark genutzten Radverkehrsachsen und Hauptstraßen des Autoverkehrs. Dazu zählen die Wagnerstraße, die Brahmsstraße, der Heinrich-Grube-Weg, die Poststraße/Feldweg, die Haydnstraße, der Westerwischweg/Brockeswalder Chaussee sowie die Landesstraße 135 mit Hauptstraße und An der Bundesstraße.

Über 50 Einmündungsbereiche in Cuxhaven neu markiert

Teilweise sind solche Markierungen bereits vorhanden - etwa in Süderwisch. In diesem ersten Bauabschnitt werden über 50 Kreuzungs- und Einmündungsbereiche neu markiert. An manchen Einmündungen ist eine haltbare Rotmarkierung aufgrund des gepflasterten Untergrunds nicht umsetzbar, hier soll stattdessen in Rot gepflastert werden. Rote Radmarkierungen gehören inzwischen in vielen Städten zum gewohnten Straßenbild und gelten als bewährte Maßnahme, um die Sichtbarkeit des Radverkehrs zu verbessern. Mit der schrittweisen Umsetzung setzt die Stadt Cuxhaven sein Radverkehrskonzept weiter um und investiert in mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden.

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