Richtfest am neuen Feuerwehrhaus: Festlicher Moment bei der feierlichen Zeremonie in Duhnen. Foto: Potschka
Richtfest am neuen Feuerwehrhaus: Festlicher Moment bei der feierlichen Zeremonie in Duhnen. Foto: Potschka
Tradition trifft Technik

Cuxhavens Feuerwehr wächst zusammen: Richtfest für Neubau in Duhnen/Stickenbüttel

von Jens Potschka | 05.11.2025

In der Abenddämmerung im Eingangsbereich zum Fort Thomsen in Duhnen/Stickenbüttel vereinen sich Tradition und Moderne beim Richtfest des neuen Feuerwehrhauses. Während der Richtspruch erklingt, wird klar, dass hier mehr als nur ein Gebäude entsteht.

Die Abenddämmerung hatte sich über Duhnen/Stickenbüttel gesenkt, als sich um 17.30 Uhr die Gäste zum Richtfest des neuen Feuerwehrhauses einfanden. Künstliches Licht tauchte das Außengelände in ein warmes Scheinwerferglühen, der Richtkranz schwebte über den Köpfen der Anwesenden, während zwei Bauleute auf dem Gerüst den traditionellen Richtspruch aussprachen. Zahlreiche Feuerwehrleute, Ratsmitglieder, Vertreter der Stadtverwaltung, Kinder- und Jugendfeuerwehren, Kurdirektor Olaf Raffel und Mitarbeiter der ausführenden Firma Goldbeck folgten dem Zeremoniell aufmerksam.

Zusammenführung zweier Standorte

Oberbürgermeister Uwe Santjer begrüßte die Gäste in der neuen Fahrzeughalle: "Mit diesem Neubau stärken wir das Ehrenamt, sichern die Sicherheit unserer Stadt und investieren in die Zukunft der Feuerwehr." Die Verschmelzung der Wehren Duhnen und Stickenbüttel wird mit dem Gebäude nun auch räumlich sichtbar. Santjer betonte, dass die Stadt damit ein klares Bekenntnis für die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr setze und gleichzeitig den Nachwuchs unterstütze.

Oberbürgermeister Uwe Santjer bei seiner Rede in der neuen Fahrzeughalle der Feuerwehr Duhnen/Stickenbüttel. Foto: Potschka

Ortsbrandmeister Dirk von Kroge unterstrich den Meilenstein für die Einsatzkräfte: "Wir feiern heute nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern den Zusammenhalt und die Kameradschaft, die unter diesem Dach wachsen werden." Seine Kollegin Karen Brütt hob hervor, dass insbesondere die Kinder- und Jugendfeuerwehr von den neuen Räumlichkeiten profitieren werde. Stadtbrandmeister Dennis Joost ergänzte, dass der Neubau die Effizienz bei Einsätzen steigern werde, vorwiegend durch die verbesserte Lagerung von Fahrzeugen und Ausrüstung.

Gäste beim Richtfest des neuen Feuerwehrhauses applaudieren den Rednern. Foto: Potschka

Hohe Erwartungen an Funktionalität und Energieeffizienz

Bernd Meyer, Projektleiter bei Goldbeck, lobte die gute Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Feuerwehr: "Der Bau ist planmäßig verlaufen, der Kostenrahmen wurde eingehalten, und die Inbetriebnahme ist für Januar vorgesehen." Die Halle und der Funktionstrakt werden mit Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Photovoltaikanlagen betrieben. Außen entsteht ein Waschplatz für Fahrzeuge, der speziell nach Einsätzen im Watt genutzt werden kann. 24 Pkw-Stellplätze runden das Konzept ab.

André Fuchs von Goldbeck betonte im Gespräch mit unserem Medienhaus die Bedeutung des Neubaus für die Gemeinschaft: "Hier entsteht mehr als ein Gebäude - hier wird Kameradschaft gelebt." Die Struktur aus Stahl und Beton, flankiert von modernen Metallfassaden, soll Langlebigkeit garantieren und gleichzeitig funktional und architektonisch ansprechend sein.

Der Richtkranz am Gerüst - zwei Mitarbeiter der Firma Goldbeck sprechen den traditionellen Richtspruch, die Gästeschar folgt aufmerksam. Foto: Potschka

Tradition trifft Moderne

Das Richtfest erinnerte an die jahrhundertealte Handwerkstradition, die das Handwerk feiert und das erfolgreiche Gelingen der Bauarbeiten würdigt. Die Gäste genossen die Atmosphäre zwischen Grill und Bierzeltgarnituren, während die Handwerker ihren Beitrag ehrenvoll präsentierten.

Oberbürgermeister Uwe Santjer spricht beim Richtfest des neuen Feuerwehrhauses in Duhnen über die Bedeutung des Neubaus für die Gemeinschaft. Foto: Potschka

Die Verschmelzung der Wehren Duhnen und Stickenbüttel bringt eine verbesserte Organisation: Fahrzeuge können nun schneller ausrücken, die Räume für die Einsatzkräfte und den Nachwuchs sind deutlich großzügiger und funktionaler gestaltet. Schwarz-Weiß-Trennung für saubere und verschmutzte Einsatzkleidung, moderne Umkleiden, Schulungsräume und Büroflächen sichern den Betrieb und die Ausbildung der 68 Kameradinnen und Kameraden.

Blick nach vorn

Die Inbetriebnahme des Hauses ist für Januar geplant. Die Bauzeit beträgt rund 91 Tage, was angesichts der Winterbedingungen als beachtlicher Erfolg gilt. Lutz Rothermundt von der Stadtverwaltung resümierte: "Der Terminplan und die Kostenkontrolle wurden eingehalten. Wir haben ein funktionales, modernes Haus, das den Einsatzkräften optimale Bedingungen bietet."

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Jens Potschka

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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