Oberbürgermeister-Wahl in Cuxhaven: Grüne unterstützten die Kandidatur Uwe Santjers
Die Voten von Vorstand und Ortsversammlung waren einstimmig. Bündnis 90/Grüne haben sich entschieden: Sie werden bei der Oberbürgermeisterwahl am 13. September in Cuxhaven die Kandidatur des Amtsinhabers Uwe Santjer (SPD) unterstützen.
Der Ortsvorstand und die Ortsvereinsversammlung von Bündnis 90/Die Grünen in Cuxhaven haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Kandidatur des Amtsinhabers Uwe Santjer (SPD) bei der kommenden Oberbürgermeisterwahl zu unterstützen. Die für Cuxhavens Entwicklung formulierten Ziele seien nur mit Uwe Santjer zu erreichen, zeigte sich Grünen-Sprecher Frank Struß bei einem spontan anberaumten Pressetermin überzeugt.
Die Entscheidung habe sich bereits bei den ersten Überlegungen im Oktober 2025 abgezeichnet. Nachdem klar war, dass ein Neuzugang von außen mit langer Aufbauzeit einhergegangen wäre, hätten mehrere Gespräche mit Stefan Wenzel - als grüner Abgeordneter und Minister langjähriger Begleiter Uwe Santjers im Landtag und zuletzt Parlamentarischer Staatssekretär in Berlin - den Ausschlag gegeben, mit Uwe Santjer zu gehen.
"Wechsel im Rathaus wäre ein Rückschritt"
Hierauf konnte Santjer setzen, als er die Fühler zu den Grünen ausstreckte. SPD und Grüne verbinde seit Jahren eine politische Partnerschaft im Rat, geprägt durch viele Schnittmengen, etwa in Bereichen wie Tourismus, Hafen und Jugend, so Struß. Vor allem aber sei Uwe Santjer in Cuxhaven verwurzelt und vertrete die Stadt auf einer großen Bühne: "Wir möchten keinen Wechsel im Rathaus. Das wäre ein Rückschritt", so Frank Struß. Das einstimmige Votum der Ortsversammlung am Mittwoch habe den Vorstand in dieser Einschätzung bestätigt.
Freude und Motivation bewegten Uwe Santjer nach den Voten der Grünen. Die Unterstützung ehre und bestätige ihn. Die Entwicklung in der Windkraftbranche habe Cuxhaven in Deutschland, Europa und darüber hinaus auf die Landkarte gerückt, erklärte er. Dass die Stadt heute auf Anfragen von Weltmarktführern souverän regieren könne, habe mit klaren Entscheidungen und Bekenntnissen zu tun, aber auch mit Bündnissen und der Unterstützung des Landes Niedersachsen. "Aber diese Entwicklung ist noch nicht am Ziel, wir sind mittendrin - und das Zeitfenster ist beschränkt", so Santjer. "Daher müssen wir jetzt auf Kontinuität setzen."
In vielen Positionen sehr nah
Nicht ohne Grund sei er auf die Grünen zugegangen, denn bei vielen Positionen, zum Beispiel dem Umgang mit Menschen in Not oder der Entwicklung der Klimastadt, seien sich die politischen Partner sehr nah. Klimawandel, Förderung regenerativer Technologien, neue Fahrzeug-, Wärme- und Stromerzeugungskonzepte versprächen im Wahlprogramm große Teile einzunehmen - "und ich kann mir vorstellen, Teile dieses Programms gemeinsam zu machen."
Gemeinsamkeiten, etwa bei Themen wie Wohnen oder ärztlicher Versorgung, hebt auch Robert Babacé, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Rat, hervor. Generell habe sich der von Zusammenhalt und Konstruktivität geprägte Kurs in der Ratsarbeit als große Stärke Cuxhavens auch in Krisenzeiten gezeigt. "Und die Zeiten waren schwierig - von Anfang an", ergänzt Uwe Santjer und erinnert an Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiekrise und Flüchtlingswelle.
"Selbstbewusst am Zukunftskurs festhalten"
Für alle Beteiligten ist die Überzeugung für das Gelingen der Zukunft auch ein Teil aktiver Demokratieförderung. Mut und Perspektiven für Klimawandel, Bevölkerungsschutz, Arbeitsmarkt und Wohnraum. Cuxhaven könne heute selbstbewusst auftreten, so Uwe Santjer. Der Zukunftskurs könne nicht ständig nachjustiert werden. "Wir können uns nicht erlauben, immer wieder anzuhalten und wieder neu anzufangen." Das bedeute auch Investitionen. "Die Grünen treiben das mit voran, auch deshalb passen wir gut zusammen." Getragen werde dies von einer starken Zivilbevölkerung, die eingeladen sei, mit unterschiedlichen Beteiligungsformen ihre Stadt mitzugestalten.