Premiere bei der 700-Jahr-Feier in Sahlenburg: Die Bilder der Jubiläumsparade
So etwas hat es in Sahlenburg überhaupt noch nie gegeben: Mit Spannung erwarteten die Einheimischen und ihre Gäste am Sonntag auf die Parade in der Nordheimstraße. Bei schönstem Sommerwetter wurden ihnen farbenfrohe Bilder präsentiert.
Wenn Sahlenburg schon mal ein solches Jubiläum feiert, kommt sogar der Verkehr auf der Nordheimstraße mal für eine Stunde zum Erliegen: Auf der plötzlich so leeren Verbindungsachse zum Strand zu laufen, war schon ein besonderes Gefühl für die Schaulustigen, die sich rechtzeitig einen guten Platz entlang der Strecke sichern wollten. Überall standen sie in Grüppchen zusammen und warteten auf die Wagen und Fußgängergruppen.
Der Umzug formierte sich in Höhe des früheren Helios-Seehospitals und setzte sich - an vielen geschmückten Vorgärten vorbei - in Richtung Schulhof in Bewegung. Die Showband "Spirit of 52" aus Rastede kündigte das Herannahen des Umzugs lange vorher an und lieferte imposante Bilder mit ihren Kostümen, Formationen und den Fahnenschwingerinnen. Vorweg fuhr Organisator Günther Wichert und animierte durch die offenen Seitenfenster die Gäste zum Mitklatschen und -feiern.

Die brauchten sich nicht lange bitten zu lassen und begrüßten mit Applaus die lokalen Gruppen, die auf Wagen oder zu Fuß dabei waren. Bunt und lustig ging es zum Beispiel bei den Sahlenburger Sportfreunden, den Sohl'nborger Büttpedders, den Grundschulkindern, den Cuxhavener Northstars, den Kitas des Stadtteils, den Junior Rangers aus dem WattBZ oder bei der Bäckerei Itjen zu. Von deren Wagen ergoss sich gelegentlich eine Erfrischung auf die Umstehenden.
Es wurde getanzt, es ertönten Schlachtrufe und Bonbons flogen in die Reihen. Pastorin Manuela Heise lief nach rechts und links und verteilte Armbänder.
Die Gäste aus Theix kamen in Trachten und spielten - unterstützt durch den Cuxhavener Frank Hohmeister - die Europahymne (= die Ode an die Freude) auf der Bombarde, einem bretonischen Blasinstrument. Ein Titel, perfekt passend zu diesem Wochenende.
Am Berenscher Weg legte der Umzug eine Kurve ein, um den Schulhof danach von der anderen Seite aus zu erreichen. Nach der Ankunft dort wollten bei herrlichem Wetter die meisten noch nicht nach Hause. Es gab weitere Vorführungen und die Türen der Aula öffneten sich abermals für die Besichtigung der Ausstellung "Zeitreise Sahlenburg".

















