Ein Blick hinter die Kulissen im Montblanc-Haus. Foto: Marten Grimke
Ein Blick hinter die Kulissen im Montblanc-Haus. Foto: Marten Grimke
Bildung

Projekt des AAG in Cuxhaven betrachtet Konflikte und Lösungsmöglichkeiten

von Redaktion | 22.11.2025

Orientierung zu finden rund um die bewegenden Fragen Frieden und Konfliktlösung, war das Ziel eines Schülerprojekts am Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven. Hierfür ging es ins Unternehmen Montblanc und in die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

Das Projekt "Die Feder ist mächtiger als das Schwert" am Amandus-Abendroth-Gymnasium beschäftigte sich mit der Frage, wie Konflikte in der heutigen Welt gelöst werden können: Entweder durch militärische Stärke oder durch diplomatisches Geschick. Hierbei wurden historische und aktuelle Entwicklungen betrachtet, insbesondere im Hinblick auf den Russland-Ukraine-Krieg, den Nahostkonflikt sowie die Spannungen zwischen China und Taiwan.

Zudem wurden innenpolitische Themen wie die Aufrüstung der Bundeswehr als Parlamentsarmee und die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht von Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 9 bis 11 beleuchtet.
Die "Feder" wurde durch einen erstklassigen Unternehmensbesuch bei Montblanc in Hamburg dargestellt, heißt es in einem Bericht der Schule.

Das geschriebene Wort als Mittel zur Konfliktlösung

Der traditionsreiche Hersteller hochwertiger Schreibgeräte stehe symbolisch für Diplomatie, Verhandlungskunst und das geschriebene Wort als Mittel zur Konfliktlösung. Im Rahmen einer Manufakturführung erhielten die Projektmitglieder Einblicke in das renommierte Unternehmen, seine Geschichte und Kundenorientierung nebst einer fundierten Berufsorientierung, da alle Schreibgeräte in Hamburg selbst gefertigt werden.

Das "Schwert" wurde im Projekt durch einen exklusiven Besuch der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg repräsentiert. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Ausbildung, Forschung und die Rolle der Bundeswehr im Kontext der Sicherheitspolitik. Da am Besuchstag eine Info-Messe auf dem Universitätscampus stattfand, konnten sich alle Jugendlichen individuell an den unterschiedlichen Ständen informieren.

Differenzierte Auseinandersetzung

Hier ergab sich auch die Möglichkeit, mit den Studierenden selbst ins Gespräch zu kommen. Die Besucher aus Cuxhaven hinterfragten deren klares Bekenntnis zum Beruf als Soldat oder Soldatin einerseits kritisch, andererseeits beeindruckte sie dieses aber sehr.

"Durch die Gegenüberstellung der Symbole ,Feder & Schwert' konnten die Schülerinnen und Schüler kritisch reflektieren, wie Frieden gesichert und Konflikte gelöst werden können. Die Projektwoche kombinierte Exkursionen, Gruppenarbeiten und Diskussionen, um einerseits die Chancen sowie andererseits die Grenzen von militärischem und diplomatischem Handeln zu verstehen und zu bewerten", heißt es von Marten Grimke, Initiator des Projekts.

Überaus sorgsam gearbeitet

"Bemerkenswert war für uns Lehrende, wie sorgfältig und akribisch sich die einzelnen Gruppen mit den komplexen Inhalten beschäftigten und dabei erkannten, dass Konflikte nicht schnell und einfach zu lösen sind, sondern viel Aufwand erforderlich ist."

Jonas, ein Projektmitglied aus dem 10. Jahrgang, meinte dazu abschließend: "Die Gruppenarbeit hat sehr gut geklappt, obwohl wir uns innerhalb der Gruppe nicht alle kannten. Als ich das Projekt ausgewählt habe, habe ich nicht verstanden, weshalb Montblanc etwas mit Frieden zu tun haben sollte. Mit der Führung durch das Unternehmen hat sich diese Frage aber geklärt. Die Exkursion zur HSU hat mir beim Thema Berufsorientierung sehr weitergeholfen. Besonders die Einblicke in den Alltag der Studierenden. Im Grunde genommen finde ich, dass die Feder mächtiger ist als das Schwert." (red)

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Redaktion
Redaktion

Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
Tel.: 04721 585 360

redaktion@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Bessere Perspektiven für alle

"Lassen alles hinter sich": Afrikanische Kräfte fangen an Helios-Klinik Cuxhaven an

von Maren Reese-Winne

15 junge Menschen aus Afrika beginnen in Cuxhaven ihre Pflegeausbildung und setzen auf interkulturelle Integration. Zum Start gibt es bewegende Einblicke in die Vergangenheit - und in den Start.

Infoabend der Freimaurer

"Blue Night" der Johannisloge: Mythen und Maurerkelle

Geheimbund oder Gemeinschaft? Die Cuxhavener Freimaurer öffnen ihre Türen und versprechen Klartext. Was steckt wirklich hinter den Mythen? Ein Abend voller Geheimnisse und Gemeinschaft erwartet die Besucher. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Gewinn für beide Seiten

Süderwisch: Messe "Deine Chance" bringt Unternehmen und Jugendliche zusammen

von Redaktion

Die jährliche Ausbildungsmesse in Süderwisch brachte Jugendliche mit Unternehmen zusammen. Sie konnte Einblicke in ihre beruflichen Perspektiven gewinnen und erste Schritte in Richtung Praktikum gehen. Ein wertvoller Austausch für beide Seiten.

Verkehr

Motto: "Kampf für eine Cuxhaven-Brunsbüttel-Linie nicht einfach so aufgegeben"

von Kai Koppe

Bernd Jothe und Hans-Jürgen Umland trommeln für eine Reaktivierung der Elbfähre.