Sahlenburg blickt stolz auf Jubiläumsjahr zurück - und auf Herausforderungen voraus
Mit Theater, Paraden und einem Sternenlauf feierte Sahlenburg sein 700-jähriges Bestehen. Die Ortsbürgermeisterin zieht Bilanz eines Jahres, das durch Zusammenhalt und Zukunftszuversicht geprägt war - mit einem Blick auf kommende Herausforderungen.
2025 war für Sahlenburg ein Jahr, das in Erinnerung bleibt. Der Ortsteil feierte sein 700-jähriges Bestehen - mit Theater, Paraden, Lichtern und viel Herzblut. In der jüngsten Ortsratssitzung zog Ortsbürgermeisterin Claudia Bönnen (CDU) nun Bilanz: Ein Jahr voller Gemeinschaft, Tatkraft und Zukunftszuversicht gehe zu Ende, sagte sie - und dankte allen, die Sahlenburg "so schön gemacht haben, wie es ist".
Sahlenburgs 700-Jahr-Feier endet mit Dank und neuen Ideen
"Wir haben ein tolles Jahr gehabt", begann Claudia Bönnen ihren Bericht mit einem Lächeln. Ein Jahr, das in die Geschichte des Ortsteils eingehen dürfte - nicht nur wegen der vielen Jubiläumsfeiern, sondern wegen des guten Miteinanders.
Schon im Frühjahr zeigte die Grundschule, was in ihr steckt: Im Rahmen der Projektwoche führten die Schülerinnen und Schüler in der Kugelbake-Halle das Theaterstück "Das Geheimnis der Zaubertrommel" auf. "Für die kleinen Würmer war das etwas ganz, ganz Tolles - auf so einer großen Bühne zu stehen!", erinnerte sich Bönnen.

Auch beim Ritzebüttler Reitclub stand das Jubiläum im Mittelpunkt: Beim traditionellen Ringreiten wurde diesmal auf eine Scheibe mit der stolzen Zahl "700" gezielt.
Ein Dorf feiert sich selbst - und seine Zukunft
Ein Höhepunkt war zweifellos das große Dorffest mit Festumzug, der im Sommer die Straßen füllte und die Herzen vieler Sahlenburger wärmte. "Wir haben Erinnerungen geschaffen, die bleiben werden", so Bönnen. Schon jetzt steht der Termin fürs nächste Jahr: 26. und 27. Juni 2026 - wieder unter der Regie von Günter Wichert, der das beliebte Dorffest mit viel Erfahrung organisiert.
Besonders berührt zeigte sich die Ortsbürgermeisterin vom gemeinsamen Laternelaufen der Kindergärten, Horte und Sportfreunde. Unter dem Motto "Sternenlauf" zogen Hunderte Kinder mit bunten Lichtern kürzlich durch den Ort. "Ich habe den Sportplatz noch nie so voll gesehen", sagte Bönnen. "Das hat gezeigt, dass Sahlenburg durch seine Familien ganz viel Zukunft hat."
Von Flaggen, Feuerwehr und viel Ehrenamt
Nach Monaten voller Festfahnen und Feierlichkeiten steht nun der Abbau der Jubiläumsbeflaggung an der Nordheimstraße unmittelbar bevor. Doch die 30 Flaggen sollen ein zweites Leben bekommen: Sie werden am 30. November um 15 Uhr auf dem Nikolausmarkt versteigert - "amerikanische Versteigerung" nennt sich das Verfahren. Der Erlös geht an die Ganztagsbetreuung der Grundschule Sahlenburg.
Auch sonst zeigte sich Bönnen stolz auf die Infrastruktur ihres Ortsteils. Ende Oktober wurde das generalüberholte Tanklöschfahrzeug TLF 2000 an die Freiwillige Feuerwehr übergeben - ein traditionsreiches Fahrzeug von 1986, das technisch auf den neuesten Stand gebracht wurde. "Damit sind wir noch besser gerüstet für Einsätze im Wernerwald und in der Heide", betonte sie und dankte der Stadt Cuxhaven für die Unterstützung.
Spiel, Spaß und Sitzgelegenheiten - Wernerwaldspielplatz modernisiert
Lob gab es außerdem für die Nordseeheilbad GmbH, die den Wernerwaldspielplatz aufgewertet hat. Seit dem Sommer locken dort neue Kletter- und Balanciermodule, eine Nestschaukel und zusätzliche Sitzgelegenheiten. "Da kann man jetzt wirklich picknicken - keiner muss mehr auf alten Baumstümpfen sitzen", sagte Bönnen augenzwinkernd.
Ein festlicher Jahresausklang steht bevor
Bevor Sahlenburg endgültig das Jubiläumsjahr verabschiedet, stehen noch einige Termine im Kalender: Am Sonntag, 16. November, lädt Bönnen zum Volkstrauertag mit Kranzniederlegung am Ostlandplatz ein. Am 28. November folgt um 17 Uhr das Anleuchten des Tannenbaums auf der Wiese der Feuerwehr - mit Gesang der Kita- und Schulkinder, Bratwurst und heißen Getränken. Und zwei Tage später, am 30. November, lockt der Nikolausmarkt an Feuerwehr und Kita Wilhelm-Volkmer-Weg mit Buden, Musik und guter Stimmung.
"Das ist alles keine Selbstverständlichkeit", betonte Bönnen abschließend. "Aber Sahlenburg lebt davon, dass sich so viele einbringen. Das ist unser größtes Geschenk nach 700 Jahren."

Ein Projekt für das kommende Jahr hat sie aber schon im Blick: den Grillplatz. "Der ist in einem Zustand, der dem Begriff 'Kurzone‘ nicht gerecht wird", so Bönnen. 2026 soll ein Antrag folgen, um das Areal zu erneuern.
Wenn Sahlenburg leuchtet - Dank an die IGS
Mit spürbarer Wärme dankte die Ortsbürgermeisterin der Interessengemeinschaft Sahlenburg (IGS), die Jahr für Jahr für festlichen Glanz sorgt. Ende November bringen ihre Mitglieder wieder die Weihnachtsbeleuchtung an, Anfang Dezember folgen die geschmückten Bäume entlang der Nordheimstraße.
"Ohne die IGS wäre Sahlenburg in dieser Zeit nur halb so schön", sagte Bönnen und betonte: "Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Männer hängen stundenlang Sterne auf - alles ehrenamtlich und mit großem finanziellen Einsatz." Über 3000 Euro kosten allein die geschmückten Tannenbäume.
