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Zum Ende des Richtspruchs der Zimmerleute nahm der Redner einen Schluck, wünschte alles Gute und zerschlug das Glas auf dem Dach, damit es Glück bringt. Foto: Larschow
Zum Ende des Richtspruchs der Zimmerleute nahm der Redner einen Schluck, wünschte alles Gute und zerschlug das Glas auf dem Dach, damit es Glück bringt. Foto: Larschow
Richtfest

Stadtsparkasse baut Filialnetz aus: Richtfest für neue Anlaufstellen für Sahlenburg

von Tim Larschow | 25.08.2026 Zuletzt aktualisiert: 26.08.2026 13:47 Uhr

Mitten in Sahlenburg steht der Rohbau der neuen Sparkassenfiliale. Planmäßig schwebt der Richtkranz über dem Gebäude - ein sichtbares Zeichen für den Fortschritt des Projekts. Schon im Dezember 2026 soll die neue Filiale eröffnet werden.

Dass die Stadtsparkasse einen Filialneubau errichtet, sei keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas Einmaliges, sagte SSK-Vorstandsvorsitzender Kai Mangels bereits im März im Rohbau in Altenbruch, wo nun bereits die Eröffnung der neuen Filiale gefeiert wurde. In Sahlenburg hieß es daher: "Da sind wir wieder."

Es sei etwas Besonderes für einen Sparkassenvorstand, eine Filiale eröffnen zu dürfen - und gleich mehrere zu eröffnen, sei umso schöner. In den vergangenen Jahrzehnten habe man sich eher von Standorten getrennt. Sahlenburg ist jetzt Teil der neuen Zukunftspläne des Kreditunternehmens. Erst Altenwalde, kürzlich Altenbruch und Ende des Jahres der Standort an der Nordheimstraße. Dazu gehört auch die Erweiterung des Filialnetzes mit neuen SB-Pavillons. Diese modernen Servicepunkte sorgen künftig in vier verschiedenen Stadtteilen für eine Bargeldversorgung.

Mehr Präsenz in den verschiedenen Ortsteilen

"Wir wollen in Cuxhaven weiter unser Ziel verfolgen, auf Präsenz in den Ortsteilen zu setzen und für alle da zu sein", so Mangels. Die Stadtsparkasse setzt damit bewusst auf die Nähe zu ihren Kunden und will auch außerhalb der Innenstadt mit Anlaufstellen präsent bleiben.

Die Filiale in Sahlenburg wird nach der Fertigstellung ähnlich aussehen wie die neue Niederlassung in Altenbruch. Neben der Hauptstelle in der Innenstadt gibt es nun drei Nebenstellen - und dabei solle es, so Mangels, auch bleiben. Die Übergabe des Gebäudes soll im November stattfinden, die Indienststellung ist für Dezember vorgesehen.

Gute Stimmung im Rohbau: Gäste und Verantwortliche der Stadtsparkasse versammelten sich zum Richtfest der neuen Filiale in Sahlenburg. Foto: Larschow

"Es ist nicht einfach, in den Übergangscontainern zu arbeiten, aber man weiß ja, wofür man es macht", sagte Mangels und lobte das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sahlenburger Filiale. Trotz der vorübergehend eingeschränkten Bedingungen trage das Team die Bauphase mit und hält den Betrieb aufrecht.

Im Anschluss gab es kurze Reden von Oberbürgermeister Uwe Santjer und der Sahlenburger Ortsbürgermeisterin Claudia Bönnen. Beide zeigten sich begeistert über die schnelle Arbeit der Baufirmen. Die Entwicklung der SSK sei auf den Boom zurückzuführen, den Cuxhaven wirtschaftlich erlebe, und auf die Arbeit der SSK-Mitarbeiter, die es geschafft hätten, Kunden zu binden und neue zu gewinnen, so Santjer.

Bönnen ergänzte: "Die Belebung des Standorts stärkt Sahlenburg ungemein." Schon während des Rück- und Aufbaus hätten die Sahlenburger alles beobachtet und viel über die Entwicklung gesprochen, so die Ortsbürgermeisterin. Die Filiale sei schließlich nicht nur ein Ort für Bankgeschäfte, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Stadtteils. 

Es folgte das Highlight am Dienstagmittag: Der Richtspruch. Zum Richtfest wurde auch traditionell Korn getrunken, um den Handwerkern für ihre harte Arbeit zu danken und dem neuen Haus Glück sowie Segen zu wünschen.

Perspektiven für die Stadtteil-Entwicklung

Zusätzlich freute man sich über die Pläne der IDB, einer hundertprozentigen Tochter der Stadtsparkasse Cuxhaven, und die Pläne für das neue Sahlenburger Wohngebiet "Blumenkamp". Das Projekt geriet kürzlich ins Stocken. Bei archäologischen Voruntersuchungen im März wurden auf dem Feld Oberflächenfunde gemacht, sogenannte Tonscherben. Die Stadtarchäologie, die im Rahmen des Beteiligungsverfahrens eingebunden worden war, bestand auf weiteren Grabungen. Der Spanger Berg in unmittelbarer Nähe gilt als archäologisch bedeutsamer Ort. Dort wurden einst Funde aus der Bronzezeit gemacht. Für das Baugebiet selbst steht nun fest: Es kann gebaut werden.

Umso mehr freue man sich, dass die IDB trotz der Schwierigkeiten zum Projekt stand. Für Sahlenburg bedeutet das Vorhaben zusätzliche Perspektiven für die Entwicklung des Stadtteils.

Mitten in Sahlenburg erhebt sich der Rohbau der neuen Sparkassenfiliale. Planmäßig schwebt der Richtkranz über dem Gebäude. Foto: Larschow

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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