Das Stück lebt vom intensiven Zusammenspiel der drei Schwestern Judith (Andrea Hinke), Eva (Ingrid Ortmann) und Christin (Sarah Osterloh). Foto: Döser Speeldeel
Das Stück lebt vom intensiven Zusammenspiel der drei Schwestern Judith (Andrea Hinke), Eva (Ingrid Ortmann) und Christin (Sarah Osterloh). Foto: Döser Speeldeel
Erbe, Konflikte, Emotionen

Familiendrama im Cuxhavener Stadttheater: Döser Speeldeel zeigt emotionales Drama

von Jens Potschka | 23.12.2025

Drei Schwestern treffen im neuesten Stück der Döser Speeldeel im Stadttheater aufeinander und müssen sich ihrer Vergangenheit stellen. Dort entfaltet sich ein Drama voller Emotionen und Lebenswahrheiten, das die Zuschauer fesseln wird.

Der Vater ist tot, das Erbe muss verteilt werden. Was nach einer nüchternen Familienangelegenheit klingt, entpuppt sich als explosives Aufeinandertreffen dreier grundverschiedener Schwestern. Mit "Achtertüksche Süstern" von Peter Buchholz präsentiert die Döser Speeldeel ab 15. Januar ein niederdeutsches Kammerspiel, das unter die Haut geht.

Andrea Hinke, Ingrid Ortmann und Sarah Osterloh verkörpern Judith, Eva und Christin - drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Judith, die Älteste, muss die gescheiterten Geschäftsideen ihres Mannes ausbaden und setzt auf einen großzügigen Erbteil. Eva, mehrfach geschieden und Mutter dreier Kinder, steht finanziell ebenfalls mit dem Rücken zur Wand. Und dann ist da noch Christin, das Nesthäkchen, die als Einzige bis zuletzt Kontakt zum Vater hatte. Ihre Erinnerungen zeichnen das Bild eines ganz anderen Mannes, als die älteren Schwestern ihn kannten - nicht den knauserigen Despoten, sondern einen Menschen mit ungeahnten Seiten.

Döser Speeldeel startet mit neuem Stück ins Jahr 2026

Wenn Andrea Hinke panisch ins Telefon ruft: "Nee, du bruukst nich kommen!", um Sekunden später genervt auf die Uhr zu starren, ist klar: Hier geht es um mehr als Geld

Philip Lüsebrink (r. stehend) inszeniert "Achtertüksche Süstern" als Gastregisseur für die Niederdeutsche Bühne Cuxhaven Döser Speeldeel. Unterstützt wird hierbei von (v.l. stehend): Frank Siemer-Bosecker (Technik), Lüder Hinke (Bühnenbau), Sylvia Schulz (Inspizienz). Sitzend v.l.: Ingrid Ortmann (Eva), Sarah Osterloh (Christin), Irene Oeltermann (Souffleuse), Andrea Hinke (Judith). Foto: Döser Speeldeel

Regisseur Philip Lüsebrink hat mit den drei Darstellerinnen eine Charakterstudie entwickelt, die den Zuschauer nicht mehr loslässt. "Jede der drei Frauen hat ihre eigene Geschichte, ganz eigene Brüche und Wendungen im Leben, die sich nun im scheinbar altbekannten Zusammenspiel mit den Schwestern nach und nach zeigen", erklärt Lüsebrink. Das Stück, übersetzt von Kerstin Stölting, lotet aus, was Familienbande bedeuten, wenn Lebenswahrheiten auf unterdrückte Gefühle treffen und gemeinsame Erinnerungen sich als trügerisch erweisen.

Der Kartenvorverkauf ist bereits angelaufen

Die Premiere findet am Donnerstag, 15. Januar, um 20 Uhr im Stadttheater an der Rathausstraße 21 statt. Bis Anfang Februar folgen zwölf weitere Aufführungen. Karten gibt es dienstags und freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Speeldeel-Geschäftsstelle Hinter der Kirche 2 in Döse, telefonisch unter (0 47 21) 5 90 17 17, per Mail an info@döser-speeldeel.de oder an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Weitere Termine: 16., 22., 23., 28., 29. und 30. Januar, jeweils 20 Uhr; 17., 24. und 31. Januar, jeweils 19 Uhr; 21. Januar, 20 Uhr; 25. Januar und 1. Februar, jeweils 16 Uhr.

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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