Auf dem Tag der Feuerwehr in der Grimmershörnbucht im letzten Jahr warnte Axel Hofmeister vom VGH-Brandmobil vor Unkrautbrennern, mit denen schnell ganze Hecken und sogar Hausfassaden in Brand gesetzt werden könnten. Foto: Reese-Winne
Auf dem Tag der Feuerwehr in der Grimmershörnbucht im letzten Jahr warnte Axel Hofmeister vom VGH-Brandmobil vor Unkrautbrennern, mit denen schnell ganze Hecken und sogar Hausfassaden in Brand gesetzt werden könnten. Foto: Reese-Winne
Erlaubt, aber risikoreich

Sommerlicher Unkrautbrenner-Einsatz in Cuxhaven: Vorsicht vor Funkenflug und Bränden

von Maren Reese-Winne | 13.07.2026

Bei Instagram ist schon ein Trend daraus geworden: Feuerwehren zeigen mit lustigen Videos, wie schnell der Einsatz von Unkrautbrennern brenzliger werden kann, als den Gartenbesitzern lieb ist. Die Cuxhavener Berufsfeuerwehr kennt das Dilemma.

Schön warm soll es in den nächsten Tagen wieder in Cuxhaven werden und Niederschläge sollen erst mal Pause machen. Wer sich in diesen Tagen darauf besinnt, das Grundstück auf Vordermann zu bringen und dem Unkraut zuleibe zu rücken, sollte sich bewusst sein, dass die Arbeit mit einem Unkrautbrenner bei diesen Bedingungen ziemlich riskant ist.

So wurde Lüdingworth kürzlich die Freiwillige Feuerwehr in Marsch gesetzt, weil plötzlich die Hecke eines Nachbargrundstücks Feuer gefangen hatte. Einsätze wie diese seien keine Seltenheit, berichtet Frank Switala, Abteilungsleiter des Bereichs Vorbeugender Brandschutz bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven. Mal sei es eine Hecke, mal gleich eine ganze Gartenhütte, die plötzlich in Flammen stünden: "Das passiert regelmäßig." So eine Situation könne schnell außer Kontrolle geraten. 

Erst alarmieren,
dann selbst versuchen

Und deshalb auch seine inständige Bitte: Wenn es erscheint, dass sich das Feuer auszubreiten droht, bitte zuerst die Feuerwehr alarmieren und dann erst eigene Löschversuche mit dem Gartenschlauch unternehmen. "Verschenken Sie keine Zeit. Wir rücken gerne einmal wieder ein, ohne dass wir tätig werden müssen, als dass eine große Hütte oder ein Einfamilienhaus in Flammen aufgeht." Kostenpflichtig sei ein solcher Einsatz übrigens nicht, weil in aller Regel keine grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz festgestellt werden könnten.

Verboten ist der Einsatz der Unkrautbrenner nicht. "Aber der Einsatz ist immer mit Gefahren verbunden", erklärt Frank Switala. Ursache seien die herumfliegenden Funken. Die Glut könne sich unbemerkt an trockenen Stellen festsetzen und ausbreiten: "Unter Umständen macht sich das dann erst 15 bis 30 Minuten später bemerkbar." Wenn trockene Pflanzenteile oder die Verkleidung einer Hausfassade dann erst mal in Brand stehen, kann die Lage schnell unbeherrschbar werden.

Gibt es für die Feuerwehr noch weitere typische Sommer-Einsätze? Frank Switala muss nicht überlegen und sagt sofort: "Das Grillen." Meist ist das Grillgut längst verzehrt, wenn sich der Notfall anschließt; gerne durch vorzeitiges Entsorgen der Grillkohle in der Mülltonne. Wer keinen Feuerwehreinsatz provozieren will, sollte tunlichst dem Rat von Frank Switala folgen: "Abwarten, dann die Kohle mit richtig viel Wasser löschen; am besten am nächsten Tag noch mal." Dann kann die Kohle beruhigt in den Hausmüll. 

Welle bei Instagram
ausgelöst

Zum Thema Unkrautbrenner gab es im vergangenen Jahr ein klares Statement, als die Cuxhavener Berufsfeuerwehr in der Grimmershörnbucht ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Tag der Feuerwehr feierte und dazu auch das Brandschutzmobil der VGH eingeladen war. Die Wahrscheinlichkeit, die Feuerwehr auf sein Grundstück zu holen, erhöhe sich jedenfalls sprunghaft durch den Einsatz dieser Geräte, warnte Berater Axel Hofmann dort.

Zurzeit kursieren außerdem auf Instagram zahlreiche Videos von Feuerwehren aus ganz Deutschland, mit denen sie auf wirklich sehr lustige Weise die Gefahr thematisieren und damit Millionen Fans erreichen.  

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

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