Wenn das im Haus passiert, wird es schlimm: Wird ein halber Liter brennendes Öl mit nur einem Glas Wasser gelöscht, kommt es zur verheerenden Fettexplosion. Fotos: Reese-Winne
Wenn das im Haus passiert, wird es schlimm: Wird ein halber Liter brennendes Öl mit nur einem Glas Wasser gelöscht, kommt es zur verheerenden Fettexplosion. Fotos: Reese-Winne
Mit großer Bildergalerie

Traumkulisse in Cuxhaven: Feuerwehr und Katastrophenschutz zeigen, was sie draufhaben

von Maren Reese-Winne | 26.07.2025

Was für ein Tag in der Cuxhavener Grimmershörnbucht: Der Tag der Feuerwehr und der Katastrophenschutztag direkt an der Wasserkante bot zahlreichen Gästen am Sonnabend ein Spektakel. Gleichzeitig waren 20 Jahre Berufsfeuerwehr zu feiern. 

Von Maren Reese-Winne

Cuxhaven. Was für ein Tag in Grimmershörn: Sonnig genug, aber nicht so heiß, dass die Gäste lieber direkt an den Strand gegangen wären. Der Tag der Feuerwehr und der Katastrophenschutztag direkt an der Wasserkante bot ihnen am Sonnabend ein Spektakel.

Anlässlich des 20. Geburtstags der Berufsfeuerwehr hatte das achtköpfige Vorbereitungsteam um Timo Eichler über ein Jahr lang das Programm vorbereitet. Geboten wurden Vorführungen, Mitmachaktionen und Einblicke:  Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren und die Feuerwehr des Marinefliegergeschwaders 3 in Nordholz sowie die Katastrophenschutzorganisationen präsentierten ihre Fahrzeuge, Kinder ließen sich auf dem Jetski der DLRG oder einem Boot der Wasserschutzpolizei fotografieren oder erkletterten das Boot "Hein Wöbber" der FF Duhnen-Stickenbüttel.

Cuxhavens Blaulichtfamilie Seite an Seite.
Das große Angebot lockte die Massen an. Foto: Reese-Winne

Warteschlangen gab es am Bobby-Car-Kurs des THW, bei den Johannitern gab es Nachhilfe in der Herz-Lungen-Wiederbelebung, am Deich standen Hüpfburgen und die geduldigen Vierbeiner der Rettungshundestaffel erhielten reichlich Streicheleinheiten.

Die Stadt Cuxhaven informierte über einen sinnvollen Notvorrat im Haushalt, Sirenensignale und die BIWAPP-App. Behörden wie die Polizei und die Wasserschutzpolizei sowie die Organisationen betrieben fleißig Nachwuchswerbung. Interessierte konnten sich über Zugangsvoraussetzungen zur Berufsfeuerwehr informieren und ihre Fitness bei einem Klimmhang-Wettbewerb testen.

Für die Stickerstars-Tauschbörse brachten Kinder ganze Listen mit Nummern noch fehlender Sammelbilder mit. Die Jugendfeuerwehr, der der Erlös des Tages zukommen soll, sorgte für stetigen Nachschub an Waffeln, Kuchen und Kaffee. Inmitten der Feuerwehr-Flotte (alle mit einer Cuxhaven-Flagge am Fenster) befand sich auch ein durch seinen Besitzer Rainer Nübel (Altenbruch) bestens in Schuss gehaltener Magirus-Oldtimer. Von dort aus waren es nur wenige Schritte bis zum DGzRS-Rettungskreuzer "Anneliese Kramer", der besichtigt werden konnte - Generalprobe für den am Sonntag stattfindenden Tag der Seenotretter.  

Die grünen Männer sind da - keine Außerirdischen, sondern Feuerwehrleute mit Druckluftatemgeräten im ABC-Schutzanzug. Fotos: Reese-Winne
Wenn Hinschauen mal ausdrücklich erlaubt ist: Der Schutz des Opfers stand über allem bei der Menschenrettung aus einem Pkw.

Zum Auftakt der Vorführungen demonstrierten Feuerwehrleute aus Altenwalde und Altenbruch zusammen mit dem DRK eine Unfallrettung aus zwei Pkw. In authentischen Szenarien wurden zwei "Opfer" aus der Gruppe der realistischen Unfalldarstellung des DRK aus den Fahrzeugen befreit. Hilfskräfte redeten beruhigend auf die Eingeschlossenen ein, während um sie herum das halbe Auto auseinandergenommen wurde.

Menschenrettung aus einem Pkw.

Kooperation bewiesen Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und DLRG auch bei einer Wasserrettungsübung. Ein Rettungsschwimmer sicherte die mit Überlebensanzug und Rettungsweste zu Wasser gegangene Freiwillige, bevor beide wieder aufgefischt wurden. Wie schnell die junge Frau zuvor aus der Bucht Richtung Elbe getrieben worden war, blieb den Zuschauern nicht verborgen. 

Die Blaulichtfamilie ist auch auf Notfälle auf dem Wasser bestens eingestellt.
Rettungsschwimmer und "Opfer" waren schnell wieder eingesammelt.

Eine Höhenrettung mithilfe der Drehleiter und die Begegnung mit zwei Feuerwehrleuten in ABC-Schutzanzügen gaben weitere Einblicke in den Feuerwehralltag. Und das nach einer turbulenten Woche voller echter Großeinsätze: Deichbrand-Festival, Ölunfall im Hafen, Hotelbrand in Duhnen. Oberbürgermeister Uwe Santjer hätte unter Beweis gestellte Leistungs- und Kooperationsbereitschaft nicht höher bewerten können. Er dankte der gesamten Blaulichtfamilie Cuxhavens, die bereitsteht, wenn es etwas zu retten, löschen, bergen oder schützen gilt.

Noch besser ist es, wenn Gefahren schon vorher erkannt werden: Wie das im eigenen Zuhause gelingen kann,  demonstrierten Axel Hofmeister und sein Team vom Brandschutzmobil der VGH mit Beispielen und Vorführungen, in denen sie Spraydosen zum Explodieren brachten und die Wucht einer Fettexplosion demonstrierten.

Wer kann sich am längsten an der Stange halten?
Was bedeutet welches Sirenensignal?
Dieter Sandforth von der DLRG gab Kindern Verhaltensregeln zum Baden und Schwimmen mit.
Die Feuerwehren präsentierten ihren Fuhrpark.
Wenn die Läden mal für ein paar Tage zubleiben oder nicht erreicht werden können: Beispiele für einen Notvorrat. Foto: Reese-Winne
Auf dem Katastrophenschutztag präsent.
Ehrenrunde in der Grimmershörnbucht.
Axel Hofmeister warnte: Mit Unkrautbrennern seien schnell ganze Hecken und sogar Hausfassaden entfacht.
Gelände in der Hand der Feuerwehr.
Die Suche nach dem passenden Bild für das Stickerstars-Album.
Erinnerung an einen besonderen Tag.
Die Technik zur Herz-Lungen-Wiederbelebung können schon Kinder lernen.
Alle Fahrzeuge waren mit der Cuxhaven-Flagge geschmückt.
Das gibts nur hier: Information und Unterhaltung mit der Kugelbake im Hintergrund.
Abschlussrunde durch die Bucht.
Das Gelände füllte sich schon am Morgen.
Spezialisierung: Höhenrettung.
Das Gelände füllte sich schon am Morgen.
Etwas zum Kuscheln bei der Rettungshundestaffel.
Der Oldtimer aus dem Jahr 1967 zog die Blicke auf sich.
Der Oldtimer aus dem Jahr 1967 zog die Blicke auf sich.
So wird Cuxhaven-Liebe zur Schau getragen.
Auf dem Weg zum Seenotrettungskreuzer konnte das DLRG-Boot besichtigt werden.
Nach dem mutigen Sprung in die See:
Rettung naht.
Auf dem Weg zum Seenotrettungskreuzer konnte das DLRG-Boot besichtigt werden.
Alle drei Boote in der Bucht.
Erinnerungsfotos mit den Spezialkräften der Feuerwehr.
Fahrzeugparcous zum Selberfahren beim THW.
Menschenrettung aus einem Pkw: Das Opfer wird vor herumfliegenden Scherben und Metallsplittern geschützt.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Maren Reese-Winne
Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Sommerferien im Anmarsch

Cuxhavener Ferienpassaktion startet:  Ab Mittwoch ist das Programm freigegeben 

von Maren Reese-Winne

Die Ferienpassaktion 2026 in Cuxhaven verspricht sechs aufregende Wochen voller Abenteuer. Eltern und Kinder können aus 152 Angeboten wählen und unvergessliche Sommerferien erleben. Die Anmeldung startet am 10. Juni online.

Befreiungsschlag erforderlich 

Von zwei auf vier: Hoffnung auf die ersehnte Entlastung der Cuxland-Förderschulen   

von Maren Reese-Winne

Die Raumnöte der Schule am Meer in Cuxhaven und der Schule am Wiesendamm in Bad Bederkesa sollen nachhaltig gelöst werden: Daher streben Politik und Kreisverwaltung die Errichtung zweier neuer Standorte an. Das soll auch den Schulweg verkürzen. 

Unterschriften gegen Bauprojekt

Cuxhaven: 150 Anwohner wehren sich gegen Ferienwohnungsbau an der Prinzessinnentrift

von Jens Potschka

Im Kegelzentrum drängen sich 150 Bürger, um ihre Stimme gegen ein Bauprojekt zu erheben, das das historische Stadtbild bedroht. Die Diskussion nimmt Fahrt auf und die Verwaltung steht vor einer Herausforderung, die mehr als nur Baurecht betrifft.

Historischer Fund

Nordholzer Sturmgeschütz kommt ins Museum - aber es bleibt nicht in der Region

von Maren Reese-Winne

Am 30. April ist auf dem Marinefliegerstützpunkt in Nordholz (Kreis Cuxhaven) ein deutsches Sturmgeschütz Stug III  aus den letzten Kriegstagen gefunden worden. Ein Sensationsfund, der aber nicht in der Region bleiben wird. Wie es nun weitergeht.