Mutter stirbt bei Unfall in Cuxhaven: Überwältigende Spendenaktion für fünf Kinder
Nach einem tragischen Unfall, der eine Mutter von fünf Kindern das Leben kostete, zeigt die Cuxhavener Gemeinschaft große Solidarität. Ein Spendenaufruf zugunsten der verwaisten Kinder übertrifft alle Erwartungen.
Ein tragischer Verkehrsunfall am Abend des 2. September riss eine 39-jährige Mutter von fünf Kindern aus dem Leben. Die Kinder der Frau wurden von einer Sekunde zur anderen zu Vollwaisen, denn den Vater hatten sie bereits vor einiger Zeit verloren. Kein Geld der Welt kann diesen Verlust wieder gutmachen. Aber es kann ganz konkret helfen, Rechnungen zu bezahlen und den Alltag zu bewältigen.
Mit Trauer und Fassungslosigkeit haben viele Cuxhavenerinnen und Cuxhavener auf das Unglück reagiert. Die Anteilnahme war groß. Eine hat sofort gehandelt und auf der Webseite "GoFundMe" einen Spendenaufruf für die Hinterbliebenen gestartet. Serife Akcay bat darum, einen Beitrag zu leisten, damit die Bestattungskosten getragen werden konnten und die Kinder Unterstützung in dieser schwierigen Zeit erhielten.
Am Ende sind rund 40.000 Euro an Spenden eingegangen
Innerhalb kürzester Zeit war das Spendenziel von 12.000 Euro deutlich übertroffen. Inzwischen sind mehr als 33.000 Euro auf der Plattform eingegangen. Hinzu kommen rund 7000 Euro aus direkten Spenden. Insgesamt wollten rund 900 Spenderinnen und Spender der Familie helfen.
In dieser Woche übergab Akzay gemeinsam mit dem Vorsitzenden der islamischen Gemeinde in Cuxhaven, Ilyas Obuz, den Kindern der Verstorbenen die Spenden. "Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine dastehen müssen", begründete Serife Akcay ihren Aufruf. Das Spendenkonto soll auch weiterhin geöffnet bleiben.

Persönlicher Dank an die zahlreichen Spender
Vier der fünf Kinder sind vorübergehend in der Wohnung ihrer Tante, der Schwester der 39-Jährigen, untergekommen. Das kann jedoch kein Dauerzustand bleiben. Deshalb wollen sie sich auf die Suche nach einer neuen Wohnung begeben, in der sie möglichst gemeinsam leben können. Zwei der fünf Kinder sind bereits volljährig. Die islamische Gemeinde unterstützt sie bei der Suche nach Wohnraum.
Eine der Töchter der Verstorbenen wendet sich mit einem Dank an die Spender und Unterstützer der Familie: "Hiermit möchten wir uns herzlich bei den vielen Spendern bedanken. Es war sehr bewegend, dass sich so viele Personen mit uns verbunden fühlten. Dieser Dank geht auch an alle, die uns persönlich geholfen haben. Mit dieser Spende konnten wir unsere Mutter neben unserem Vater würdig bestatten lassen und den täglichen Bedarf sichern. Schön wäre es, wenn wir eine 3-Zimmer-Wohnung finden würden, da die jetzige Wohnung zu groß ist."

Ursache des Verkehrsunfalls bleibt weiter ungeklärt
Unterdessen bleibt die Frage nach der Ursache des Unfalls weiter ungeklärt. Bekannt ist, dass am 2. September gegen 20.15 Uhr ein Audi, in dem die 39-Jährige als Beifahrerin saß, auf der Papenstraße in Höhe Tamms Weg mit einem entgegenkommenden Porsche zusammenstieß. Der 19-jährige Fahrer des Porsche wurde nur leicht verletzt, der 21-jährige Audifahrer schwer. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Sie war im Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Trotz der intensiven Rettungsmaßnahmen starb sie noch an der Unfallstelle.
Die Polizei nahm anschließend die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Ein Gutachter sollte den Unfallhergang exakt rekonstruieren und dabei unter anderem auch die gefahrenen Geschwindigkeiten der beiden Fahrzeuge untersuchen. Zeugenaussagen sollen das Bild abrunden. Bislang sei diese Untersuchung nach Angaben der Polizei noch nicht abgeschlossen.
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