Landrat Thorsten Krüger (l.) und Oberbürgermeister Uwe Santjer haben am Dienstag die Vereinbarung für den Neubau der Schule am Meer unterschrieben. Die getroffenen Vereinbarungen sollen Genehmigung, Planung und Bau beschleunigen. Foto: Reese-Winne
Landrat Thorsten Krüger (l.) und Oberbürgermeister Uwe Santjer haben am Dienstag die Vereinbarung für den Neubau der Schule am Meer unterschrieben. Die getroffenen Vereinbarungen sollen Genehmigung, Planung und Bau beschleunigen. Foto: Reese-Winne
Vereinbarung ist unterzeichnet

Verwaltungen zünden den Turbo für die Schule am Meer in Cuxhaven

von Maren Reese-Winne | 16.07.2024

Ist die Dauer von Bauleitverfahren wirklich in Stein gemeißelt? Nein, finden Stadt und Kreis Cuxhaven. Dank vorab festgelegter Rahmendaten sollen Genehmigung und Ausschreibung für die Schule am Meer nun erheblich beschleunigt werden.

Die Tinte unter dem Vertrag ist noch fast feucht und nun soll es direkt losgehen mit der Bauleitplanung und der Ausschreibung der Planung und des Baus der Schule am Meer in Döse. Parallel und nicht nacheinander, wohlgemerkt: "Wir wollen komplizierte Sachen jetzt einfach machen", versprach Oberbürgermeister Uwe Santjer, nachdem Landrat Thorsten Krüger und er Dienstag Mittag ihre Unterschriften unter die Vereinbarung zum Grundstückskauf und zum Vorgehen beim Neubau der Förderschule gesetzt hatten.

Am Ende auf die Tube gedrückt

Auch wenn die Diskussion um die Raumnot der Schule unendlich erscheint: An dem aktuellen Verfahren, an dessen Ende die Einigung zwischen Stadt (Grundstückseigentümerin) und Landkreis (Bauherr und Schulträger) stand, hat Thorsten Krüger nichts auszusetzen: "Für die konkrete Planung haben wir weniger als ein Jahr gebraucht." Der Standort sei festgelegt und die Voraussetzungen für den Bebauungsplan seien erarbeitet worden. Finanzmittel habe der Kreistag bereits bereitgestellt.

Mehr Luft durch dritten Standort gewinnen

Zudem sei mit der Vorbereitung für einen dritten Schulstandort im Kreis Cuxhaven eine für den gesamten Landkreis bedeutsame Grundsatzentscheidung auf dem Weg. Sie verspreche Entlastung für die Schule am Meer und die Schule am Wiesendamm in Bederkesa und gleichzeitig kürzere Wege für Kinder und Familien.

Ein statt zwei Jahre angepeilt

Im Bauleitverfahren verspricht die lange als unverrückbar geltende Marke von mindestens zwei Jahren bis zur Erteilung des Baurechts deutlich verkürzt zu werden. "Ich hoffe, dass wir in einem Jahr durch sind", so Uwe Santjer. Das sei das Ergebnis der dezidierten Vorbereitung. Sie verschaffe Bewerberinnen und Bewerbern im Teilnahmewettbewerb für das ÖPP-Verfahren (öffentlich-private Partnerschaft) klare Rahmendaten. In deren Grenzen herrsche völlige Freiheit.

"Wir wollen nachhaltig und an die Natur angepasst bauen", kündigte Thorsten Krüger an. Laut Vereinbarung ist ein Baukörper mit bis zu zwei Vollgeschossen angepeilt. Die Form des Dachs und der Fassade ist noch völlig offen. Das Baufeld befindet sich auf dem früheren Bauernhofgrundstück neben dem heutigen Standort. Die jetzige Schulfläche wird nach Fertigstellung und Umzug wieder der Döser Schule zur Verfügung stehen.

Straße und Nahversorger nicht zu den Akten gelegt

Die Vereinbarung hält ausdrücklich die Möglichkeit offen, dass die Stadt - sollte die Schulplanung das zulassen - die jahrzehntelang angekündigte Querverbindung zwischen Döser Feldweg und Strichweg/Steinmarner Straße doch realisieren kann und unter Umständen sogar noch Platz für den Neubau eines Versorgers (Supermarkt) bleibt. Der Landkreis wird die tatsächlich benötigten Grundstücksanteile erst nach dem Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens von der Stadt zum Quadratmeterpreis von 80 Euro erwerben.

Tragweite für den gesamten Kreis

"Wir haben aufgeholt. Alle Beschlüsse sind da, damit wir starten können", so Krüger. Die an den Tag gelegte konstruktive Zusammenarbeit komme Menschen im gesamten Landkreis zugute. "Ein Vorbild für weitere Projekte", kündigte Uwe Santjer an und nannte als Beispiel den Ersatzbau für die Rundturnhalle an der Beethovenallee.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Maren Reese-Winne
Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
MOIN CUXHAVEN

Der Genitiv hat doch noch eine Lobby

von Kai Koppe

Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserschaft der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute geht es um Fragen des Falls.

Zweite Amtszeit

Kommunalwahl 2026 in Cuxhaven: Uwe Santjer bleibt Oberbürgermeister - ohne Stichwahl

von Kai Koppe

Uwe Santjer bleibt Oberbürgermeister von Cuxhaven. Er setzte sich bei der Kommunalwahl 2026 gegen seine Herausforderer durch und sicherte sich eine zweite Amtszeit. Die Entscheidung zeichnete sich am Sonntagabend unerwartet schnell ab. Alle Infos.

Eine Hürde blaibt noch zu nehmen

Kita-Neubau in Lüdingworth: Jetzt muss nur noch das Land "Ja" sagen

von Kai Koppe

Mit einem Ratsbeschluss zum Finanzierungsmodell in der Tasche will die Stadt an die Kommunalaufsicht herantreten.

 Interkulturelle Woche

So schmeckt Vielfalt in Cuxhaven: 13 Apfelkuchen und ganz viel Demokratie 

von Bengta Brettschneider

Cuxhaven feiert bei Tante Emma die Interkulturelle Woche: Flamenco, Zumba & internationales Essen treffen auf gelebte Vielfalt. Zwischen Musik, Begegnungen und 13 Apfelkuchen zeigt sich, wie bunt Nachbarschaft und gemeinsames Miteinander sein können.