Im Februar 2022 hat das „Gartencenter Weingärtner" das ehemalige Autohaus Manikowski an der Grodener Chaussee  67 bis 69 gekauft. In disem Sommer soll das Gebäude abgerissen werden. Foto: Potschka
Im Februar 2022 hat das „Gartencenter Weingärtner" das ehemalige Autohaus Manikowski an der Grodener Chaussee 67 bis 69 gekauft. In disem Sommer soll das Gebäude abgerissen werden. Foto: Potschka
Neue Pläne

"Weingärtner" baut neues Gartencenter in Cuxhaven: Dann soll es eröffnen

von Jens Potschka | 19.05.2023

Nicht auf Eis, sondern auf "Wiedervorlage" waren sie gelegt worden, die vielversprechenden Pläne für Cuxhavens erstes großes Gartencenter.

Viele Baumärkte und einige andere Fachmärkte in der Stadt betreiben dieserorts bereits gut sortierte Gartenabteilungen, doch einen reinen Fachmarkt für Garten & Co.  gibt es hier bislang noch nicht. In dieser Woche beschäftigten sich die Mitglieder des städtischen Bauausschusses erneut mit den Plänen und ließen sich über den aktuellen Sachstand aus erster Hand informieren.

 Stadtbaurat Andreas Eickmann erklärte: "Wir sind relativ weit mit dem Vorhaben. Die Kommunikation mit dem Vorhabenträger Herrn Weingärtner läuft sehr gut, sodass wir den Satzungsbeschluss zeitnah treffen könnten, um dann weiter zu arbeiten." Eickmann rechnet bereits im Frühjahr 2024 mit der Eröffnung des Gartencenters an der Grodener Chaussee 67 bis 69.

Zurzeit ist dort noch ein leer stehendes Autohaus angesiedelt. Die Cuxhavener Autohausgruppe Manikowski hatte das ehemalige "Autohaus Nord" im Jahr 2017 von Lutz Voss gekauft, um dort wenige hundert Meter von seinem VW-Stammhaus die Marke Audi zu etablieren. Der ständige Wandel in der Autobranche führte jedoch dazu, das Manikowski seine Geschäfte 2021 im Stammhaus konzentrierte. Das Gebäude an der Grodener Chaussee steht seitdem leer.

Pläne haben sich verändert

Auch der Vorsitzende des Bauausschusses Enak Ferlemann (CDU) machte in der Sitzung am Montag Tempo in der Angelegenheit: "Wir haben den Plan für das Gartencenter hier schon einmal präsentiert bekommen. Wir könnten heute den Satzungsbeschluss und Feststellungsbeschluss fassen, damit wir im Rat der Stadt am 1. Juni das Baurecht für das Gartencenter schaffen können."

Wie der Unternehmer Rainer Weingärter jetzt auf Anfrage unseres Medienhauses erklärte, haben sich seine ursprünglichen Pläne aus dem Vorjahr leicht verändert. Nach Prüfung durch seinen Architekten sei er zu dem Entschluss gekommen, das alte Autohaus abzureißen und für das geplante Gartencenter einen Neubau zu errichten. "Wir werden den Bauzaun in den kommenden Tagen aufstellen. Für den Sommer haben wir dann den Abriss terminiert. Danach brauchen wir sechs bis sieben Monate, um das neue Gebäude zu realisieren", informiert Rainer Weingärtner, dessen Familie im südlichen Bremen in Verden, Lilienthal und Ritterhude bereits drei Gartencenter betreibt. "Unser Ziel ist es im Frühjahr 2024 das Gartencenter in Cuxhaven zu eröffnen."

Neubau mit 5500 Quadratmetern

Der Neubau soll über eine Verkaufsfläche von 5500 Quadratmetern verfügen. In dem Center soll alles rund um das Thema Pflanzen und Deko angeboten werden. Auch Gartenmöbel und Bewässerungssysteme werden dort zu finden sein. Außerdem wird das Gartencenter über ein Café verfügen. Die Stadtverwaltung hat in der eineinhalbjährigen Planungsphase durch einen Gutachter prüfen lassen, ob sich ein Gartenfachmarkt an dieser Stelle mit dem Einzelhandelsgutachten Stadt Cuxhaven in Einklang bringen lässt. Den überarbeiteten Planungen stehen laut Fachabteilung keine Hindernisse im Weg.

Lediglich was die verkehrliche Anbindung des künftigen Gartencenters angeht,  sind die Planer, Investor und Politik noch gefragt. Da der Altbestand abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird, wird sich das lösbare Problem, wie am Rande der Bauausschusssitzung zu erfahren war,  mit ein wenig gutem Willen und kreativem Pragmatismus beseitigen lassen.

Die Mitglieder des Bauausschusses votierten einstimmig für die Beschlussvorschläge der Verwaltung. Abschließend wird sich der Rat der Stadt am 1. Juni des Themas annehmen.

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Jens Potschka

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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