Welcome Center in Cuxhaven: Integration als zentrale Aufgabe
In Cuxhaven stellt sich das Welcome Center Elbe-Weser der Herausforderung, internationale Fachkräfte zu integrieren. Minister Philippi und Caritas-Vertreter diskutieren über die notwendige Unterstützung und die Bedeutung der Integration.
"Fachkräftesicherung ist Alltag", sagte Waseem Aleed beim Besuch des niedersächsischen Sozialministers Dr. Andreas Philippi.
Am Mittwoch (11. Februar 2026) besuchte Minister Philippi das Welcome Center Elbe-Weser in Cuxhaven. Bei diesem Besuch informierte er sich über die Arbeit des landesgeförderten Projektes zur Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte. Gefördert wird das Projekt durch das Land Niedersachsen. Es unterstützt Unternehmen bei der Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte. Die Aufgabe des Centers liege in der Koordination und Vermittlung zwischen Menschen, der Verwaltung und den Unternehmen, erklärte der Projektleiter Aleed.
Integration als zentrale Aufgabe
Am Gespräch mit dem Minister nahmen unter anderem Ina Tiedemann, Vorständin des Caritasverbandes für Bremen-Nord, Bremerhaven und die Landkreise Cuxhaven und Osterholz, und Christine Laabs als Geschäftsführerin des Caritasverbandes Stade und Rotenburg teil.
Bei dem Treffen ging es darum, wie die Integration internationaler Fachkräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt gelingen kann. Damit Integration gelinge, orientiere man sich an den Bedürfnissen von Unternehmen und Arbeitnehmern, so Aleed. Seit Oktober 2025 gibt es auch den Jordanien-Hub. Der Hub bündelt landesweit Informationen zur Fachkräftegewinnung aus Jordanien und koordiniert bestehende Initiativen in Niedersachsen.

"Wir sind darauf angewiesen, ausländische Fachkräfte zu bekommen", betonte auch Minister Philippi. Integration sei eine zentrale Aufgabe für die Zukunft, so der Minister.
"Wir brauchen Planungssicherheit", gab Ina Tiedemann zu bedenken. Das Welcome Center sei in den vergangenen Jahren in Vorleistung gegangen hinsichtlich des Personals und langjähriger Erfahrung in der Migrationsarbeit. Langfristig stoße man jedoch an Grenzen, erklärte die Vorständin.
Begleitung muss verlässlich geboten werden
Besonders in der Anfangszeit bräuchten Menschen aus dem Ausland Unterstützung, um in Deutschland anzukommen, so Aleed. Dabei gehe es um Behördenfragen, die berufliche Anerkennung oder auch die Wohnungssuche. "Wenn wir möchten, dass sie dauerhaft hier leben und arbeiten, müssen wir diese Begleitung verlässlich sicherstellen." Es sei problematisch, dass die Arbeit des Centers an Zahlen gemessen werde. Wenn mit einer Person zunächst drei Monate Gespräche geführt würden, werde diese Arbeit nicht in den Zahlen widergespiegelt, erklärte er. Es sei ein Problem, wenn Förderungen nach Kosten und Nutzen gemessen würden, zeigte der Minister Verständnis für die Rückmeldung aus der Praxis.
