Zehn potenzielle Nachwuchsredakteure besuchten anlässlich des Zukunftstags die Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft, um den Redaktionsalltag kennenzulernen. Foto: Larschow
Zehn potenzielle Nachwuchsredakteure besuchten anlässlich des Zukunftstags die Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft, um den Redaktionsalltag kennenzulernen. Foto: Larschow
Zukunftstag

Zukunftstag bei der Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft: So entsteht die Zeitung

von Tim Larschow | 03.04.2025

Am diesjährigen Zukunftstag hatten zehn Kinder die Gelegenheit, einen Einblick in die journalistische Arbeit der Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft (CNV) mit ihren Tageszeitungen "Cuxhavener Nachrichten" und "Niederelbe-Zeitung" zu erhalten.

Im Rahmen des Zukunftstages (früher "Girls‘ Day" und "Boys‘ Day") besuchten die zehn Nachwuchsreporter am Donnerstag die Baustelle im Alten Fischereihafen, wo derzeit an der Erneuerung der Kaimauer gearbeitet wird, um sich über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren. Zusätzlich bekamen sie den wohl längsten Hotelflur Deutschland zu sehen.

Auf der Baustelle konnten die Kinder hautnah erleben, welche Arbeiten für die Sanierung des historischen Hafenareals notwendig sind. Mit Notizblock und Kamera ausgestattet, stellten sie Gebäudemanager Matthias Prey und Tanja Plambeck von der AFH Alter Fischereihafen GmbH Fragen und staunten nicht schlecht über die Größe der Baustelle. Vor allem die Kosten für das Projekt beeindruckten die Kinder.

AFH-Gebäudemanager Matthias Prey (r.) fungierte als Gesprächspartner für die Nachwuchsreporter. Er demonstrierte den Kindern anhand von Bauzeichnungen die Gestaltung des geplanten Hotels und schilderte, wie es früher aussah, als noch der Fisch in den Hallen angelandet wurde. Foto: Larschow

Sie erhielten spannende Einblicke in den Bauprozess und die Bedeutung dieses Projekts für die Entwicklung des Alten Fischereihafens. Matthias Prey war die Begeisterung für den Alten Fischereihafen anzumerken - neben den Arbeiten berichtete er auch von der Geschichte der Gebäude und deren früherer Nutzung.

Spannende Einblicke hinter die Kulissen

Neben der Kaimauersanierung wird auch die Neugestaltung der Außenanlagen sowie der Umbau der Fischhallen 4, 5 und 6 vorangetrieben. Auch hier durften die Kinder einen Blick hinter die Kulissen werfen - eine einmalige Möglichkeit, denn schon im kommenden Jahr soll hier der Hotelbetrieb starten. "Dass aus einem Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, ein modernes Hotel wird, ist schon beeindruckend", sagte Leentje, die selbst irgendwann mal im Bereich der Medien arbeiten will. Außerdem wollte sie wissen, wann das Hotel fertig sein soll und wie groß es wird: "Rund 145 Zimmer soll das ,Henri Hotel' später haben und einen Flur, der circa 270 Meter lang sein wird. Die Eröffnung ist für Ende 2026 geplant", antwortete Matthias Prey. Auf den Bauplänen erklärte er genau, wie es später aussehen wird, wenn es fertig ist. Im Anschluss an den Termin im Hafen ging es zurück in die Redaktion, hier wurden die Bilder ausgewertet und über die wichtigsten gesammelten Informationen gesprochen. 

Lenja, Meira, Leentje, Lieven, Janna, Carla, Mateo, Paul, Georgia und Jannika informierten sich am Zukunftstag für einen Zeitungsbericht über den Baufortschritt im Alten Fischereihafen. Foto: Larschow

Das ist "Ein Tag mit Jannik"

Einen "Zukunftstag mit Jannik" gab es anschließend zu erleben: Jannik Heinsohn erzählte alles rund um das Videoformat "Ein Tag mit Jannik", das von der Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft ins Leben worden ist. Jannik Heinsohn besucht dabei für einen Tag ein Unternehmen und stellt es auf unterhaltsame Weise vor. Zwei der Kinder hatten sogar alle Videos geschaut - richtige Fans.

AFH-Gebäudemanager Matthias Prey (r.) fungierte als Gesprächspartner für die Nachwuchsreporter. Er demonstrierte den Kindern anhand von Bauzeichnungen die Gestaltung des geplanten Hotels und schilderte, wie es früher aussah, als noch der Fisch in den Hallen angelandet wurde. Foto: Larschow

Um den Arbeitsalltag in der Redaktion ging es dann auf der letzten Etappe für die Elf- bis 13-Jährigen aus der Realschule und dem Gymnasium Otterndorf, dem Amandus-Abendroth- und dem Lichtenberg-Gymnasium. Sie erfuhren alles über die Arbeitsschritte zwischen Themenfindung, Recherche und Veröffentlichung auf den verschiedenen Print- und Onlinekanälen, über Zeitung damals und heute, aber auch über journalistisches Selbstverständnis und unterschiedliche Darstellungsformen in der Presse - Themen, die bei einigen der Sechst- bis Achtklässler auch gerade im Deutschunterricht im Mittelpunkt stehen.

In einer praktischen Übung unternahmen sie erste Versuche in Interviewtechnik; einem unerlässlichen Instrument für Medienschaffende. Bei der Frage nach dem Lieblingsfach in der Schule wurde häufig das Fach Deutsch genannt - gerade wegen der Möglichkeit, sich durch das Schreiben ausdrücken zu können. Aus dem Austausch über öffentliche Verkehrsmittel auf dem Land, Hobbys und soziale Netzwerke konnten auch die Gastgeber noch einiges mitnehmen.

Von Tim Larschow und Maren Reese-Winne

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tlarschow@no-spamcuxonline.de

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