Lichterloh schlagen die Flammen aus dem Häuschen, als die Feuerwehr in der Anlage eintrifft. Foto: Feuerwehr Cuxhaven
Lichterloh schlagen die Flammen aus dem Häuschen, als die Feuerwehr in der Anlage eintrifft. Foto: Feuerwehr Cuxhaven
Tatverdächtiger im Visier

Zwei Brände in Kleingartenanlage in Cuxhaven: Polizei nimmt Mann noch vor Ort fest

von Joscha Kuczorra | 30.05.2026

Einsatz für die Feuerwehr am frühen Sonnabendmorgen in Cuxhaven: Zwei Brände in einer Kleingartenanlage sorgten für dichten Rauch und Alarmierung der Einsatzkräfte. Ein Tatverdächtiger geriet schnell ins Visier der Polizei.

Dichter Rauch über Cuxhaven sorgte am frühen Sonnabendmorgen (30. Mai 2026) für mehrere Notrufe bei der Leitstelle. Selbst von See aus war die Rauchentwicklung zu erkennen: Die Wasserschutzpolizei meldete sich bei den Einsatzkräften, nachdem sie den Qualm über der Stadt bemerkt hatte.

25 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte sind vor Ort. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Um 5.33 Uhr wurde die Feuerwehr erstmals zu der Kleingartenanlage alarmiert, die an die Haydnstraße und die Brahmsstraße grenzt. Neben der Wasserschutzpolizei meldeten mehrere Bürger das Feuer. Ein aufmerksamer Anwohner wies die Einsatzkräfte vor Ort ein.

Als die Feuerwehr am Brandort eintrifft, steht die Gartenlaube in voller Ausdehnung in Flammen. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Gasflaschen und Benzinkanister in Cuxhavener Kleingartenanlage gesichert

Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, stand eine Gartenlaube bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Die Einsatzkräfte verhinderten, dass das Feuer auf benachbarte Gartenlauben übergriff. In der brennenden Laube befanden sich Propangasflaschen und Benzinkanister, die von der Feuerwehr gesichert wurden. Nicht verhindern ließ sich jedoch, dass einzelne Module einer Photovoltaikanlage durch die Hitze zersprangen, erklärte Timo Eichler, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr, gegenüber cnv-medien.de. Auch kleinere Spraydosen platzten seinen Angaben zufolge während des Brandes.

Der Rauch ist auch aus der Ferne über der Anlage zu sehen. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Während die Löscharbeiten noch liefen, bemerkten die Feuerwehrleute einen weiteren Brand in der Kleingartenanlage. Gemeinsam mit der Polizei gingen Einsatzkräfte auf Erkundung. Rund 200 Meter von der ersten Einsatzstelle entfernt entdeckten sie den brennenden Schuppen einer zweiten Gartenlaube.

Vor der Gartenlaube steht ein Rasenmäher, eine Propangasflasche und ein Benzinkanister, die die Feuerwehr in Sicherheit gebracht hat. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Da sich unmittelbar daneben eine Hecke befand, breitete sich das Feuer dort nach Angaben von Einsatzleiter Eichler schnell aus. Auch in diesem Fall sei es den Einsatzkräften jedoch gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Bereiche zu verhindern. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Feuerwehr löscht den Brand in der Kleingartenanlage. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Keine Verletzten bei Brand in Kleingartenanlage in Cuxhaven

Verletzt wurde bei den Bränden laut Eichler niemand. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet. Insgesamt waren 25 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte im Einsatz.

Es dauert zwei Stunden, bis die beiden Feuer endgültig gelöscht sind. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Einsatzleiter Eichler lobte anschließend gegenüber der CN/NEZ-Redaktion die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Kooperation zwischen Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte, Polizei, Rettungsdienst und den Anwohnern vor Ort habe sehr gut funktioniert.

Die Feuerwehr bringt den Brand unter Kontrolle. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

Feuer in Kleingartenanlage in Cuxhaven: Tatverdächtiger festgenommen

Für die Polizei steht die Ursache der Brände bereits fest. "Es war definitiv Brandstiftung", sagte Polizeisprecher Stephan Hertz schon kurz nach Abschluss der Löscharbeiten gegenüber CNV-Medien. Die Beamten nahmen noch am Einsatzort einen Tatverdächtigen fest. Dabei handelt es sich um einen 55-jährigen Mann, der in Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) gemeldet ist. Nach Angaben der Polizei hält er sich jedoch bereits "seit längerer Zeit" in Cuxhaven auf. Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht laut Hertz noch nicht fest.

Die Löscharbeiten sind nach etwa zwei Stunden endgültig beendet. Foto: Feuerwehr Cuxhaven

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Joscha Kuczorra

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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