Nicht nur gegen Corona: Die STIKO rät älteren Menschen und Risikogruppen, sich auch gegen andere Atemwegsinfektionen wie Influenza, Pneumokokken oder RSV impfen zu lassen. Foto: Jens Kalaene/dpa
Nicht nur gegen Corona: Die STIKO rät älteren Menschen und Risikogruppen, sich auch gegen andere Atemwegsinfektionen wie Influenza, Pneumokokken oder RSV impfen zu lassen. Foto: Jens Kalaene/dpa
Das Wichtigste zusammengefasst

Corona nach fünf Jahren noch da: Was Menschen im Kreis Cuxhaven heute wissen müssen

von Denice May | 20.08.2025

Über fünf Jahre ist es her, dass im Kreis Cuxhaven Covid-19 ausbrach. Corona zirkuliert weiter und der Umgang mit Infekten hat sich verändert. Alle Fragen und Antworten: das Wichtigste zusammengefasst.

Husten, Schnupfen, Fieber: Viele Menschen denken bei solchen Symptomen inzwischen nicht mehr zuerst an Corona. Doch das Virus zirkuliert weiterhin, neben anderen Erregern wie Influenza oder RSV. Der Umgang damit hat sich seit den Hochzeiten der Pandemie deutlich verändert - geblieben ist aber der Grundsatz: Wer krank ist, sollte Rücksicht nehmen.

Ist ein Selbsttest immer noch notwendig?

"Jede Person, die sich mit grippeähnlichen Symptomen krank fühlt, sollte zu Hause bleiben und sich schonen. Bei einem schweren Verlauf, Säuglingen oder Kleinkindern oder Menschen mit Vorerkrankungen sollte zeitnah eine ärztliche Untersuchung stattfinden. Für eine Selbsttestung besteht keine Notwendigkeit, da es keinen Unterschied in der Vorgehensweise zwischen den unterschiedlichen Infekten der Atemwege gibt", erklärt Dr. Kai Dehne, Leiter des Bereiches Gesundheit im Landkreis Cuxhaven.

Wer krank ist, sollte Rücksicht nehmen. Dazu kann auch das Tragen einer FFP2-Maske gehören. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa

Was tun bei Atemwegssymptomen?

Grundsätzlich gilt: Wer Erkältungssymptome hat, sollte sich zu Hause auskurieren, Kontakte möglichst vermeiden und erst nach deutlicher Besserung wieder am Alltag teilnehmen. Ein Selbsttest auf Corona ist dafür nicht zwingend notwendig - das Vorgehen bleibt gleich.

Wann sollte ich mich vielleicht doch testen?

In besonderen Situationen kann ein Schnelltest jedoch hilfreich sein: etwa wenn man zu einer Risikogruppe gehört, engen Kontakt mit gefährdeten Personen hat oder im medizinischen bzw. pflegerischen Bereich arbeitet.

Ein Kombi-Schnelltest auf Covid-19, Influenza und RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus). Foto: Till Simon Nagel/dpa

Was mache ich bei einem positiven Test?

Fällt der Test positiv aus, gilt: Bei leichten Symptomen reicht Schonung zu Hause. Wer einer Risikogruppe angehört oder bei wem die Beschwerden stärker werden, sollte die Hausarztpraxis kontaktieren. Dort wird entschieden, ob weitere Untersuchungen oder eine PCR-Bestätigung sinnvoll sind und ob eine gezielte Behandlung, zum Beispiel mit antiviralen Medikamenten, in Betracht kommt.

Muss ich eine Infektion noch melden?

Eine eigene Meldepflicht für Bürgerinnen und Bürger gibt es nicht. Labore und Praxen melden positive Nachweise direkt an das Gesundheitsamt. Wer arbeitsunfähig ist, meldet sich - wie bei jeder Erkrankung - beim Arbeitgeber krank.

Auch heute noch kann eine Corona-Impfung sinnvoll sein. Archivfoto: Koppe

Sollte ich mich jetzt noch impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für alle Erwachsenen bis 59 Jahre eine sogenannte Basisimmunität gegen COVID-19 (drei Kontakte mit dem Virus oder der Impfung, mindestens einer davon durch Impfung). Für Menschen ab 60, für Personen mit bestimmten Grunderkrankungen sowie für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen gilt zusätzlich die Empfehlung, sich jährlich im Herbst auffrischen zu lassen. Auch medizinisches Personal und enge Kontaktpersonen von Hochrisikopatienten sollten ihren Schutz regelmäßig erneuern. Darüber hinaus rät die STIKO älteren Menschen und Risikogruppen, sich auch gegen andere akute Atemwegsinfektionen impfen zu lassen - etwa gegen Influenza, Pneumokokken oder RSV.

Wie fällt das Fazit aus?

Corona ist also nicht verschwunden, aber es hat sich in die Reihe der Atemwegserkrankungen eingeordnet. Wer krank ist, bleibt zu Hause - und wer zu einer Risikogruppe gehört oder schwerere Symptome entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen.

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