Bahnübergang an der Robert-Koch-Straße: Noch rauschen die Züge nach Bremerhaven und Cuxhaven hier ohne Halt durch. Archivfoto: Reese-Winne
Öffentlicher Personennahverkehr

Cuxhaven: Bahnhaltepunkt Franzenburg in der Wartezone

von Maren Reese-Winne | 14.11.2022

Cuxhaven-Altenwalde. Der Bahnhaltepunkt Franzenburg steht mit einem Betrag von 100.000 Euro im Haushaltsplanentwurf der Stadt Cuxhaven für das Jahr 2023. Wenn sich nur jemand findet, der dieses Geld verdienen will...

"Wir suchen gegenwärtig jemanden, der die Projektsteuerung übernehmen könnte", berichtet Stadtbaurat Andreas Eickmann. Bei der Suche nach einem Planungsbüro muss sich die Stadt an die Vorgaben der Deutschen Bahn halten, die da sehr genaue Vorstellungen hat und nur von ihr zertifizierte Planerinnen und Planer zulässt. Und die haben, wie alle in der Baubranche, gut zu tun. "Sobald ein Auftragnehmer gefunden ist, würden wir die nächsten Schritte einleiten", verspricht Andreas Eickmann. Eine erneuerte Suche solle Anfang Dezember - mit fortschreitenden Beratungen zum Haushaltsplanentwurf - aufgenommen werden.

Der Bahnhaltepunkt Franzenburg - gemeint ist ein Bahnsteig auf der westlichen Seite des Bahnübergangs an der Robert-Koch-Straße, an dem die Züge auf der Strecke nach Bremerhaven beziehungsweise Cuxhaven dann halten sollen - ist einer der langjährigsten Dauerbrenner im Ortsrat Altenwalde, getoppt wohl nur vom Radweg nach Holte-Spangen, der ja derzeit nach jahrzehntelanger Diskussion Form annimmt. Initiator war vor mehreren Legislaturperioden Ulrich Schröder (heute Die Linke, damals noch Bündnis 90/Die Grünen).

Der Altenwalder Bahnhof ist vor 30 Jahren geschlossen worden, schon 1994 folgte die erste Initiative für einen Bahnhaltepunkt in Franzenburg, der - an einem Verkehrsknotenpunkt gelegen - für viele gut zu erreichen wäre.  Im März 2019 haben das Niedersächsische Verkehrsministerium, die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) und die Deutschen Bahn AG die Grundlage für eine Wiederinbetriebnahme oder einen Neubau von insgesamt 19 Bahnstationen in Niedersachsen gelegt. Die Rahmenverträge sehen vor, dass die Deutsche Bahn  mindestens 25 Prozent der Baukosten übernimmt. Die verbleibenden Kosten werden durch Förderung des Landes und zu 25 Prozent von der LNVG (Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr) getragen. Die Kommunen werden für die Planungskosten herangezogen. 

Ob der Haltepunkt wirklich genutzt werden würde, dafür gibt es in der Altenwalder Bevölkerung durchaus geteilte Meinungen - jedenfalls gab es die bis zur Explosion der Treibstoffpreise. Befürworter versprechen sich vom zusätzlichen Haltepunkt eine Aufwertung des Wohnorts.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

mreese-winne@no-spamcuxonline.de

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