Die Kegelrobben vermehren sich im Wattenmeer und auf Helgoland prächtig. Foto: Sina Schuldt/dpa
Die Kegelrobben vermehren sich im Wattenmeer und auf Helgoland prächtig. Foto: Sina Schuldt/dpa
Zahl der Jungtiere steigt

Wieder mehr Kegelrobben im Wattenmeer und auf Helgoland

von Redaktion | 04.07.2023

Die Kegelrobben vermehren sich im Wattenmeer und auf Helgoland prächtig. So stieg die Zahl der Jungtiere in den vergangenen fünf Jahren dort durchschnittlich um 13 Prozent, wie das Wattenmeer-Sekretariat mit Sitz in Wilhelmshaven am Montag mitteilte.

Eine Expertengruppe aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zählt die Tiere für die Saison 2022/2023 aus dem Flugzeug. Auf Helgoland wurde der Nachwuchs von den Stränden aus und mit Drohnen beobachtet.

Der Nachwuchs der größten Raubtiere Deutschlands kommt von November bis Januar zur Welt. Die Expertinnen und Experten entdeckten in der Zeit mehr als 2500 Jungtiere. Mit gut 1400 Neugeborenen wurden die meisten im niederländischen Wattenmeer gesichtet - 15 Prozent mehr als in der Vorsaison. Auf Helgoland wurden etwas mehr als 680 Jungtiere beobachtet, ein Plus von 12 Prozent. Nur in Niedersachsen ging der Nachwuchs um 9 Prozent auf rund 390 zurück. Nach Ansicht des Forschungsteams könnte das aber auch am schlechten Wetter liegen: Einige Teile des Gebiets konnten deswegen nicht überflogen werden.

Deutlicher Zuwachs auch bei den erwachsenen Kegelrobben

Etwas später - zwischen März und April - werden die erwachsenen Kegelrobben gezählt. Auch hier gibt es einen deutlichen Zuwachs um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr als 10.500 ausgewachsene Kegelrobben registrierten die Experten in der Region. Mit Abstand die meisten der Tiere leben im niederländischen Wattenmeer. Die Zählungen ergaben mehr als 7600 Kegelrobben allein in dieser Region. Helgoland hatte mit gut 1400 Kegelrobben einen Anteil von 13 Prozent, gefolgt von Niedersachsen und Hamburg mit knapp 1200 Tieren. Im schleswig-holsteinischen Wattenmeergebiet wurden mehr als 170 beobachtet, in Dänemark 145 Kegelrobben. (dpa)

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