Blutspur auf der Straße im Kreis Stade: Mann sticht mit Messer auf Frau ein
Am Abend vor Silvester ereignete sich in Drochtersen-Dornbusch (Kreis Stade) ein brutaler Angriff auf eine Frau. Die Frau schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Der Täter ist gefasst.
Am Dienstagabend (30. Dezember 2025) gegen 21.10 Uhr kam es in Drochtersen-Dornbusch zu einem brutalen Angriff. Eine 36-jährige Frau geriet in einem Einfamilienhaus in Streit mit einem 39-jährigen Mann, wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach berichtet. Die Ursache für den Streit sei aber noch unklar.

Im weiteren Verlauf stach der Mann laut Polizeiangaben mehrfach mit einem Messer auf die Frau ein. Das Opfer konnte trotz der Verletzungen noch zu Fuß das Haus verlassen und sich zu den Nachbarn flüchten, die sofort den Notruf absetzten. Auf ihrer Flucht hinterließ die Frau eine Blutspur auf der Straße.
Hubschrauber fliegt Schwerverletzte ins Krankenhaus
Der Notarzt habe die schwer verletzte Frau über eine Stunde lang vor Ort versorgt. Ein Rettungshubschrauber aus Schleswig-Holstein flog die Frau anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Hamburger Klinik. "Nach intensiven Bemühungen der dortigen Ärzte besteht nunmehr nach Angaben aus der Klinik keine akute Lebensgefahr mehr", teilte Bohmbach mit.
Der Täter flüchtete mit einem Ford Focus zunächst in unbekannte Richtung. Wie die Polizei mitteilt, konnten aufmerksame Beamte den Flüchtigen auf der Anfahrt zum Tatort erkennen, stoppen und festnehmen. Der 39-jährige Mann aus Kiel hatte sich offenbar selbst auch Schnittverletzungen zugezogen. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er unter Polizeibewachung ins Krankenhaus eingeliefert, so die Polizei. Das Auto des Täters wurde sichergestellt.
Vorfall machte in Chatgruppen schnell die Runde
Die Polizeibeamten sicherten bis zum Mittwochmorgen (31. Dezember 2025) Spuren am Fundort vor dem Deich. Einsatzkräfte der Feuerwehr Dornbusch unterstützten die Spurensuche nach Beweismitteln und leuchteten den Landeplatz des Rettungshubschraubers mit Scheinwerfern aus.

"Da sich sehr schnell über verschiedene Chatgruppen ein Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung breitgemacht hatte, haben wir noch in der [...] Nacht über unsere Social-Media-Kanäle bei Instagram und Whatsapp eine erste Meldung herausgegeben, in der wir die Sicherheit der Bevölkerung bestätigt haben", sagt Bohmbach. "So hatten wir schnell die Möglichkeit, eine möglichst große Anzahl von Menschen zu erreichen und diese zu beruhigen."
Von Andre Hellwig