Anders als in Schleswig-Holstein dürfen die Impfteams im Landkreis Cuxhaven nur gegen Corona, nicht aber gegen Grippe impfen. Symbolfoto: Armer/dpa
Anders als in Schleswig-Holstein dürfen die Impfteams im Landkreis Cuxhaven nur gegen Corona, nicht aber gegen Grippe impfen. Symbolfoto: Armer/dpa
Corona-Pandemie

Landkreis Cuxhaven würde gern Grippe-Impfungen verabreichen - darf es aber nicht

28.10.2022

Kreis Cuxhaven. Gesundheitsexperten warnen vor einem harten Winter: Neben dem Coronavirus könnte vielen auch die Grippewelle zusetzen. Daher würde der Landkreis Cuxhaven auch gegen Influenza impfen - darf es aber nicht. 

Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Cuxhaven ist weiterhin sehr hoch und liegt am Freitag bei 615,2. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Corona-Impfungen auch im Cuxland recht hoch ist, wie Landkreis-Sprecherin Stephanie Bachmann auf Nachfrage berichtet. "Der an die Variante BA 4.5 angepasste Impfstoff wird von der Bevölkerung gut angenommen, wir haben teilweise bis zu 120 Impfungen täglich verabreicht." Es sei spürbar gewesen, dass viele Bürgerinnen und Bürger auf diesen speziellen Impfstoff gewartet hätten.

Gestiegene Nachfrage nach Corona-Impfungen

Trotz der gestiegenen Nachfrage betont Bachmann: "Die Impfungen können derzeit ohne eine lange Wartezeit entgegengenommen werden. Unsere Impfteams sind nach wie vor im ganzen Landkreis unterwegs." Diese könnten rein theoretisch zusätzlich auch Impfungen gegen Grippe verabreichen, bestätigt Bachmann. "Unsere Teams sind in der Lage, das umzusetzen." Vor dem Hintergrund einer von Experten prognostizierten Grippewelle in der kalten Jahreszeit würde dies auch durchaus Sinn ergeben - so wie dies in allen Impfstellen in Schleswig-Holstein ab dem 2. November angeboten wird. 

Landkreis Cuxhaven darf nicht gegen Grippe impfen

Im Landkreis Cuxhaven wird es dies aber bis auf Weiteres nicht geben, da es schlicht nicht gestattet ist. Nach Landkreis-Angaben gebe es hierfür seitens des Landes Niedersachsens noch keine Regelung. "Die letzten beiden Besprechungen des Landes mit den mobilen Impfteams in Niedersachsen wurden vom Land abgesagt, sodass wir auf diesem Wege dazu auch keine aktuellen Informationen erhalten haben", berichtet Bachmann. Daher bleibt Bürgerinnen und Bürgern lediglich die Möglichkeit, sich die Grippe-Impfung beim Hausarzt abzuholen, während eine Corona-Impfung auch im Impflokal oder bei den mobilen Impfteams verabreicht werden kann. 

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Lesen Sie auch...
Eine besondere Leistung

365 Tage unfallfrei: Siemens-Team spendet 10.000 Euro an das Kinderhospiz in Cuxhaven

von Tim Larschow

Das Team Finish/Paint aus dem Turbinenwerk von Siemens Gamesa in Cuxhaven hat einen Meilenstein erreicht: 365 Tage unfallfrei. Das hat bisher noch kein anderes Team geschafft. Von der Belohnung profitiert jetzt das Kinderhospiz Cuxhaven/Bremerhaven.

Miniphänomenta 

Exponate fördern Forschergeist im Landkreis Cuxhaven: "Man will einfach machen"

von Märthe Werder

In der Altenbrucher Schule (Landkreis Cuxhaven) wird Naturwissenschaft erlebbar: Lehrer erschaffen Exponate der Miniphänomenta, um selbstständiges Forschen der Grundschüler zu fördern.

Leseraktion

Krater statt Asphalt: Wir suchen die schlimmsten Schlaglöcher im Kreis Cuxhaven

von Christian Mangels

Der Winter scheint endgültig vorbei zu sein, doch den Autofahrern hat er ein ungewolltes Andenken hinterlassen: Schlaglöcher. Manche Straßen im Kreis Cuxhaven sind von Kratern geradezu übersät. Wir suchen die tiefsten Löcher und marodesten Straßen.  

Heckklappe trifft ihren Kopf

Frau aus dem Kreis Stade will ihren Hund schützen - Unfall hat dramatische Folgen

Ein Moment, der alles verändert: Als eine Heckklappe ihren Kopf trifft, beginnt für Tanja Eweleit aus dem Kreis Stade ein Leben voller Schmerzen und Einschränkungen. Jetzt setzt sie ihre Hoffnung auf eine Therapie in den USA - und auf Unterstützung.