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Im Landgericht Stade ist es nach einer Urteilsverkündung wegen zweier Überfälle in Hechthausen zu einem Vorfall gekommen. Symbolfoto: Christian Essler / dpa
Im Landgericht Stade ist es nach einer Urteilsverkündung wegen zweier Überfälle in Hechthausen zu einem Vorfall gekommen. Symbolfoto: Christian Essler / dpa
Urteilsspruch in Stade mit Folgen

Randale im Landgericht: Vorfall um Hechthausener Raub-Prozess "wird aufgearbeitet"

von Egbert Schröder | 08.04.2026 Zuletzt aktualisiert: 10.04.2026 11:44 Uhr

Nach einem Urteil im Hechthausener Raub-Prozess eskaliert die Situation: Ein Angeklagter randaliert im Landgericht Stade, Wachmeister greifen ein. Die Randale zieht Konsequenzen nach sich.

Die Randale nach einem Urteilsspruch im Landgericht Stade, als ein Justizmitarbeiter angegriffen worden war, hat noch ein Nachspiel. Der Vorfall ereignete sich bei einer Verhandlung gegen sechs Angeklagte nach zwei Überfällen in Hechthausen.

Die Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren vor Gericht, nachdem im Mai vergangenen Jahres zwei Menschen in Hechthausen körperlich angegangen worden waren. Die Anklage reichte vom Vorwurf des "gemeinschaftlich versuchten schweren Raubes" über gefährliche Körperverletzung bis hin zum "Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge".

Bereits zu Beginn des im Dezember gestarteten Prozesses stellte sich heraus, dass die Tatmotive offenbar die vage Hoffnung auf schnelles Geld - die Rede war von 60.000 Euro - und Drogen waren. Bei den beiden Überfällen gingen die Verurteilten brutal vor. Am Ende des Prozesses standen für vier Angeklagte Bewährungs- und Haftstrafen zwischen 22 Monaten und acht Jahren.

Zu den Tumulten kam es im Landgericht Stade. Symbolfoto: dpa/Schuldt

Nach dem Urteilsspruch kam es dann nach Aussage des Cuxhavener Rechtsanwaltes Thiemo Röhler zu einer "tumultartigen Szene", nachdem einem der Angeklagten Handschellen angelegt worden seien. Dabei soll er einem Justizmitarbeiter auch eine Kopfnuss verpasst haben.

Inzwischen hat die Pressesprecherin des Landgerichtes Stade, Petra Linzer, den Zwischenfall auf Nachfrage der NEZ/CN-Redaktion bestätigt. "Nach der Urteilsverkündung hat einer der Angeklagten, dem bereits Handschellen angelegt worden waren, randaliert und wurde von den Wachmeistern unter Kontrolle gebracht. Es handelt sich um den Angeklagten, der zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt worden ist", so die Gerichtssprecherin gegenüber cnv-medien.de. Es sei - so der Stand am Dienstagabend (7. April 2026) - "nicht bekannt", dass es zu Verletzungen eines Wachtmeisters gekommen sei.

Unabhängig davon wird die Randale aber ganz offensichtlich noch ein Nachspiel haben: "Der Vorfall wird intern aufgearbeitet, um das Geschehen nochmals umfassend zu besprechen und zu bewerten."

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