Mehr Platz für die Kinder: Die in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes stehende Kindertagesstätte in Nordleda soll um eine Regelgruppe in Containerlösung erweitert werden. Foto: dpa/Berg
Mehr Platz für die Kinder: Die in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes stehende Kindertagesstätte in Nordleda soll um eine Regelgruppe in Containerlösung erweitert werden. Foto: dpa/Berg
Kinderbetreuung

Container statt Anbau: Das sind die Erweiterungspläne für die Kita in Nordleda

von Christian Mangels | 14.02.2024

Die DRK-Kindertagesstätte in Nordleda ist auf Wachstumskurs und soll um eine Gruppe erweitert werden. Weil ein Anbau auf die Schnelle nicht zu realisieren ist, strebt die Gemeinde zum Kindergartenjahr 2024/2025 eine Containerlösung an.

Die Kita-Plätze in Nordleda sind begehrt. Und sie werden knapp. Nicht irgendwann, sondern schon im kommenden Kitajahr. Derzeit sind 24 von 25 Betreuungsplätzen in der DRK-Kindertagesstätte an der Straße Am Wichelboom belegt - und der Trend geht weiter nach oben. Deshalb strebt die Gemeinde zum Kindergartenjahr 2024/2025 eine Erweiterung der Einrichtung an.

Bereits im Juli 2022 hatte der Gemeinderat Nordleda den Grundsatzbeschluss gefasst, eine zusätzliche Kindertagesstättengruppe zu schaffen. Ursprünglich war eine altersgemischte Gruppe für Kleinst- und Kindergartenkinder vorgesehen. Aber da sich die Geburtenzahlen in Nordleda dynamisch entwickeln, empfiehlt die Verwaltungsabteilung Bürgerdienste der Samtgemeinde Land Hadeln mittlerweile die Einrichtung einer Regelgruppe.

25 zusätzliche Regelplätze sollen geschaffen werden

Es geht bei den Erweiterungsplänen auch darum, die Gemeinde Nordleda als Kindertagesstätten-Standort zu stärken. Insgesamt 25 zusätzliche Regelplätze sollen geschaffen werden. Damit die neue Regelgruppe bereits im Kindergartenjahr 2024/2025 starten kann, wird eine schnelle Lösung angestrebt - in Form eines Containermoduls. Vorteil: Im Gegensatz zu starren Bauwerken sind Containermodule individuell erweiterbar und kombinierbar, sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt ein erhöhter Platzbedarf herauskristallisieren.

Rund 50.000 Euro wird der Kindergarten-Container kosten, schätzt die Verwaltung. Darin sind auch die Kosten für die Herstellung der Fundamente und des Untergrundes, für den Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss enthalten. Fördermöglichkeiten für die Herrichtungskosten stehen nicht zur Verfügung, wie die Abteilung Bürgerdienste mitteilt.

Mit dem Aufstellen des Containers ist es aber nicht getan: Die Erstausstattung der neuen Kita-Gruppe schlägt mit 20.000 Euro zu Buche. Weitere 20.000 Euro sind nach Schätzungen der Verwaltung für die Gestaltung der Außenfläche zu zahlen. Macht zusammen 90.000 Euro - Kosten, die von der Gemeinde Nordleda aufzubringen sind. "Diese Investition ist wichtig - für die Kinder, die Zukunft der Gemeinde und um die Qualität der Betreuung sicherzustellen", sagt Nordledas Bürgermeister Uwe Blohm (CDU).

Noch hat der Gemeinderat nicht endgültig über die Container-Erweiterung entschieden, doch es gilt als sicher, dass die Ratsfrauen und -männer grünes Licht geben für die Pläne. Am Mittwoch, 21. Februar, beschäftigt sich zunächst der Verwaltungsausschuss mit dem Thema. Die finale Entscheidung trifft der anschließend tagende Gemeinderat (20 Uhr, Gemeindebüro).

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Christian Mangels

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