Markus Rahaus, Virologe und Autor aus Nordleda, hat seinen siebten Krimi fertiggestellt: "Conus". Start- und Endpunkt des Romans ist die Kirche in Nordleda. Foto: Mangels
Markus Rahaus, Virologe und Autor aus Nordleda, hat seinen siebten Krimi fertiggestellt: "Conus". Start- und Endpunkt des Romans ist die Kirche in Nordleda. Foto: Mangels
Frischer Lesestoff

Tod an der Kirche in Nordleda: So giftig geht's im neuen Krimi von Markus Rahaus zu

von Christian Mangels | 26.08.2025

Vergiftet, infiziert, liquidiert: In den Krimis von Markaus Rahaus ist das Cuxland eine gefährliche Region. Das trifft auch auf seinen neuesten Roman "Conus" zu. Ein Spaziergang mit dem Autor durch sein Heimatdorf Nordleda - ganz ohne Tote.

Die Sonne hat sich verabschiedet, dunkle Wolken ziehen über der St.-Nicolai-Kirche in Nordleda auf. Der Herbst streckt seine Fühler aus. Markus Rahaus zieht die Strickjacke fester über sein sommerliches Blumenhemd, blickt kurz auf den eingerüsteten Kirchturm, der gerade saniert wird, und läuft vorbei an alten Gräbern zur Rückseite des Kirchengebäudes. Rahaus kennt sich hier aus, er wohnt nur wenige Gehminuten von der Kirche entfernt. "Wir gehen hier oft mit unserem Hund spazieren", sagt er.

Die St.-Nicolai-Kirche ist der Start- und Endpunkt in Rahaus' neuestem Krimi, der den Titel "Conus" trägt. Conus? Wer oder was ist Conus? "Kegelschnecken", sagt der Schriftsteller kurz und lässt die Antwort eine Weile wirken. "Das sind recht giftige Tierchen, mit denen man ganz gut Leute umbringen kann", schiebt er als Erklärung hinterher. 

Für diese Mordmethode hat der aus Nordrhein-Westfalen stammende Krimi-Autor und Virologe, der im Hauptberuf bei einer Firma in Bremerhaven beschäftigt ist, umfangreich recherchiert und mit Experten gesprochen. Wertvolle Hinweise hat er unter anderem von dem Kegelschnecken-Kenner Prof. Heinrich Terlau von der Universität Kiel und einer Wissenschaftlerin in den USA erhalten. "Eine gründliche Recherche ist wichtig und bringt mir auch viel Spaß", sagt Rahaus.

Kunsthistoriker wird tot an der Kirche aufgefunden

Das Opfer in dem neuen Cuxland-Krimi ist der Kunsthistoriker Professor Magnus Wenckermann. Er wird tot an der St.-Nicolai-Kirche aufgefunden. An seinem Hals hat er eine winzige Wunde, und in seinem Arbeitszimmer werden exotische Kegelschnecken gefunden. Die Polizei verdächtigt schnell seine Ehefrau. Doch als auch die Assistentin und Geliebte des Professors stirbt, zieht der Fall größere Kreise. Das ist die Ausgangslage für einen hoch spannenden Plot, der neben Nervenkitzel und Humor wieder viel lokales Flair bietet.

Rund neun Monate hat Markus Rahaus an "Conus", seinem siebten Krimi, geschrieben. Es ist der zweite Fall für den Hobby-Detektiv Konrad Georg Brichtner. Was ist Brichtner für ein Typ? "Er ist ein relativ junger Mensch, der seinen Weg noch nicht so richtig gefunden hat", erzählt der Autor. Brichtner hat sein Freiwilliges ökologisches Jahr im Moorinformationszentrum in Wanna absolviert, hat einen Onkel, der bei der Kriminalpolizei arbeitet, und träumt davon, Privat-Ermittler zu werden, was ihm nun allmählich gelingt.

Der Cuxhaven-Krimi "Conus" von Markus Rahaus erscheint am 1. September im CW-Niemeyer-Verlag. Foto: CW Niemeyer

Der Spaziergang führt weiter zum hinteren Teil des Kirchengeländes. Über einen schmalen Weg geht es zum Friedhof. Ist das ein Ort, an dem sich Markus Rahaus gruselt? "Nein, auf Friedhöfen kann man sehr entspannt spazieren gehen", sagt er und lacht. Überhaupt scheint den 54-Jährigen so schnell nichts aus der Ruhe zu bringen. Seine Mordfälle plant er mit großer Gelassenheit und Präzision und wird dabei von einer messerscharfen "Mittäterin" unterstützt - seiner Frau. "Sie ist Erstleserin und meine größte Kritikerin."

Der Cuxhaven-Krimi "Conus" erscheint am Montag, 1. September, im CW-Niemeyer-Verlag und feiert am Sonnabend, 20. September, 19 Uhr, im Café-Restaurant Torfwerk beim Moorinformationszentrum im Ahlenmoor seine Buchpremiere. Wer Rahaus kennt, weiß, dass die Lesung als unterhaltsame Lese-Performance mit Musik, Bildern und Snacks ablaufen wird.

Weitere Lesungen sind im Hamburger Speicherstadtmuseum am 26. September und auf dem Gut Hörne in Balje am 27. September geplant. Rahaus hat sich vorgenommen, sein schriftstellerisches Engagement räumlich auszuweiten: "Ich versuche gerade, aus der Regio-Schublade herauszukommen." Seinem Krimi-Personal bleibt er trotzdem treu: Der nächste Roman mit Hauptkommissar Arne Olofsen ist bereits nahezu fertig.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag CW Niemeyer verlost unsere Zeitung drei Exemplare des neuen Kriminalromans "Conus" von Markus Rahaus. Wer ein Buch gewinnen möchte, schickt bis Montag, 1. September, eine E-Mail mit dem Stichwort "Krimiverlosung" an die Adresse mangels@nez.de. Bitte den Namen und die Adresse nicht vergessen.

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Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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