Torge Krüger möchte am 13. September bei der Kommunalwahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor gewählt werden. Foto: Schröder
Torge Krüger möchte am 13. September bei der Kommunalwahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor gewählt werden. Foto: Schröder
Bürgermeisterwahl

Er setzt auf Sieg: Kandidat in Hemmoor will nicht nur "an der Seitenlinie stehen"

von Egbert Schröder | 12.01.2026

Es war eine Premiere für Torge Krüger: Bei einem Empfang des CDU-Samtgemeindeverbandes Hemmoor präsentierte er sich und seine Ziele vor einem größeren Publikum. Krüger will gewinnen - und zwar bei der Samtgemeindebürgermeisterwahl im September.

Er ist zwar parteilos, doch der CDU-Vorstand hat bereits signalisiert, dass die Christdemokraten ihn unterstützen, wenn er antritt. Dazu muss er zunächst auf Stimmenfang bei den sogenannten "Unterstützern" gehen, um als Parteiloser überhaupt antreten zu können. Das Dreikönigstreffen im "Osteland-Festhaus" diente dazu, auch an der CDU-Basis Punkte zu sammeln.

Für Krüger wäre eine Wahl zum hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeister (und damit zum Chef im Rathaus) die erste Station in einer Kommunalverwaltung. Der 32-jährige Offizier, der verheiratet ist und in wenigen Wochen Vater wird, sieht sich allerdings für den Spitzenjob gut gewappnet. Aktuell und in den vergangenen Jahren hat Krüger, der BWL und Sportwissenschaften studiert hat, in der Bundeswehr gerade im Bereich der Organisation und Koordination auch in Auslandseinsätzen interne Aufgaben übernommen.

Seine Herangehensweise an eine Thematik sei lösungsorientiert, wobei die "erstbeste Lösung nicht die richtige sein muss". Ein Problem sieht er als "eine Herausforderung", die man ebenso zielgerichtet wie langfristig optimal lösen müsse.

Torge Krüger möchte Samtgemeindebürgermeister in Hemmoor und damit Verwaltungschef werden. Er tritt aber als parteiloser Kandidat an. Die CDU - unser Foto zeigt ihn mit der CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzenden Anja Meißner - unterstützt seine Kandidatur. Foto: Schröder

Was er damit meint, verdeutlichte Krüger am Beispiel der Ansiedlung neuer oder der Expansion bereits ansässiger Unternehmen. Es nütze doch wenig, nur Gewerbeflächen auszuweisen, aber nicht aktiv um Unternehmen zu werben und die Weichen für eine Investition durch kommunale Planung und Hilfe zu stellen. Die Wirtschaft sei nun einmal für die Arbeitnehmer und eine Kommune gleichermaßen von zentraler Bedeutung: "Die Gewerbesteuer ist die größte Einnahmequelle einer Kommune."

"Digitalisierung ist kein Selbstzweck"

In seiner Rede vor den CDU-Mitgliedern und Gästen skizzierte er verschiedene Themenkomplexe, die für ihn im Falle einer Wahl eine besonders hohe Priorität hätten. Dazu zähle auch das soziale und ehrenamtliche Engagement für die Gesellschaft. Ehrenamt müsse aus seiner Sicht "deutlich sichtbar" sein und gefördert werden. In diesem Zusammenhang bezeichnete er unter anderem Vereine und die Feuerwehr als "tragende Säulen".

Mit Blick auf die Verwaltung will Krüger einen besonderen Fokus auf die Digitalisierung richten, um interne Abläufe zu optimieren und gleichzeitig den Service für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die einzelnen Schritte müssten zielgerichtet sein und dürften nicht zum "Selbstzweck" werden. Der 32-Jährige will im Falle (s)einer Wahl eine offene Kommunikation auch in der Außenwirkung pflegen. Wenn eine Entscheidung getroffen werde, müsse man diese auch auf Augenhöhe erklären.

Der designierte Kandidat gab sich kämpferisch und sieht gute Chancen, ab September in der Samtgemeinde Hemmoor zu gestalten: "Ich will nicht an der Seitenlinie stehen."

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