Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" der DGzRS war im Einsatz für ein schwer erkranktes Crewmitglied auf einem Lotsenstationsschiff. Zwei bis drei Meter Seegang und Windgeschwindigkeiten von sechs bis acht Beaufort erschwerten die Anfahrt. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" der DGzRS war im Einsatz für ein schwer erkranktes Crewmitglied auf einem Lotsenstationsschiff. Zwei bis drei Meter Seegang und Windgeschwindigkeiten von sechs bis acht Beaufort erschwerten die Anfahrt. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Dramatische Rettung auf See

Seenotretter & Marineflieger bei Sturm im Einsatz: Lotse auf der Außenweser verletzt

von Redaktion | 05.01.2026

Marineflieger und Seenotretter haben am Sonnabend einen schwer verletzten Lotsen auf der Außenweser gerettet. Der Mann war an Bord des Lotsenstationsschiffes "Weser" gestürzt und wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Marineflieger und Seenotretter haben am Sonnabend (3. Januar 2026) einen schwer verletzten Lotsen von einem Schiff auf der Außenweser gerettet. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilt, war der Mann an Bord des Lotsenstationsschiffes "Weser" gestürzt und musste dringend medizinisch versorgt werden.

Alarmierung der Rettungsleitstelle See

Gegen 19 Uhr meldete sich das Lotsenstationsschiff nach Angaben der Seenotretter bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See (MRCC Bremen). Zu diesem Zeitpunkt befand sich die "Weser" rund acht Seemeilen vor Wremen. Die Einsatzleitung alarmierte daraufhin den in Bremerhaven stationierten Seenotrettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" und forderte einen Such- und Rettungshubschrauber des Marinefliegergeschwader 5 an, teilt die DGzRS weiter mit.

Der Einsatz erforderte die enge Zusammenarbeit von Seenotrettern und Marinefliegern. Foto: Die Seenotretter - DGzRS

Schwierige Wetterbedingungen auf der Außenweser

Die Einsatzkräfte liefen laut DGzRS bei schwierigen Wetterbedingungen aus. Zwei bis drei Meter hoher Seegang, ablaufendes Wasser sowie Windgeschwindigkeiten von sechs bis acht Beaufort aus nordwestlicher Richtung erschwerten die Anfahrt. Parallel dazu wurden ein Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung zum Seenotrettungskreuzer gebracht.

Seenotretter und Marineflieger trafen nahezu zeitgleich an dem Lotsenstationsschiff ein. Nach Angaben der DGzRS verbesserten sich die Wetterbedingungen kurzzeitig, sodass ein SAR-Hubschrauber des Typs Sea Lion den verletzten Lotsen per Rettungswinde aufnehmen konnte. Die Seenotretter sicherten den Einsatz währenddessen vor Ort ab. Anschließend brachten die Marineflieger den Mann in ein Krankenhaus.

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