Wildes Schneetreiben: Zahlreiche Unfälle im Kreis Cuxhaven - Vollsperrung auf der B73
Der massive Wintereinbruch mit starkem Schneefall, Sturm und Eisglätte hat am Freitag den Kreis Cuxhaven fest im Griff. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz.
Der massive Wintereinbruch mit starkem Schneefall, Sturm und Eisglätte hält den Kreis Cuxhaven am Freitag (9. Januar 2026) fest im Griff. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz - und die Lage hat sich im Verlauf des Tages spürbar verschärft.
Wie die Polizei Cuxhaven mitteilt, kam es seit Mitternacht zunächst zu rund 20 witterungsbedingten Verkehrsunfällen auf Kreisstraßen sowie auf der A27. Am Nachmittag meldete die Polizei dann stark steigende Zahlen: Bis dahin registrierten die Einsatzkräfte im Kreisgebiet schätzungsweise 40 bis 50 Unfälle. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, mehrere Menschen wurden jedoch leicht verletzt. Schwere Verletzungen seien glücklicherweise bislang nicht bekannt geworden.

Schneeverwehungen und kaum Sicht
Besonders angespannt bleibt die Situation auf den Straßen. Viele Fahrbahnen sind weiterhin schneebedeckt, teils von massiven Verwehungen betroffen. Hinzu kommen extrem eingeschränkte Sichtweiten von nur wenigen Metern. Einsatzkräfte mussten mehrfach zu liegengebliebenen Fahrzeugen ausrücken - zeitweise ging auf einigen Strecken, auch innerhalb von Ortschaften, kaum noch etwas.
B73 am Freitag voll gesperrt
Kritisch ist die Lage auch auf der B73 zwischen Cadenberge und Neuhaus. Die Strecke wurde bereits am Freitagvormittag nach mehreren Unfällen und steckengebliebenen Fahrzeugen voll gesperrt und war auch am Nachmittag weiterhin nicht passierbar. Auch auf weiteren Kreis- und Landesstraßen kam es zu Sperrungen, da Räumarbeiten wegen der Schneemengen zeitweise nicht mehr möglich waren.
Mehrere Lastwagen verunglückten auf den glatten Straßen. In Osterbruch rutschte ein Lkw von der Fahrbahn, überschlug sich und blieb kopfüber in einem Graben liegen. Der Fahrer blieb nach Angaben der Polizei unverletzt.

Eisblöcke von Brücke auf die A27 geworfen
Neben dem Wettergeschehen beschäftigte die Polizei auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr: Bereits am Donnerstag (8. Januar 2026) gegen 11.45 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer, dass Kinder Eisblöcke von einer Brücke auf die A27 geworfen haben sollen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden mehrere Fahrzeuge getroffen. Das genaue Ausmaß der Sachschäden ist noch unklar. Drei Kinder beziehungsweise Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren konnten im Nahbereich angetroffen werden. Verkehrsteilnehmer, deren Fahrzeuge durch den Eiswurf beschädigt wurden, melden sich bei der Polizei in Geestland unter Telefon (0 47 43) 92 80.
Angesichts der weiterhin schwierigen Wetterlage appelliert die Polizei Cuxhaven eindringlich an die Bevölkerung, Fahrten auf das absolut Notwendige zu beschränken. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte äußerste Vorsicht walten lassen und mehr Zeit einplanen. Polizei und Rettungskräfte rechnen auch in den kommenden Stunden mit weiteren Einsätzen.