Die „Queen Mary 2“ zählt zu den berühmtesten Ozeanlinern der Welt – hier auf früherer Fahrt an Cuxhaven vorbei. Foto: Larschow
Die „Queen Mary 2“ zählt zu den berühmtesten Ozeanlinern der Welt – hier auf früherer Fahrt an Cuxhaven vorbei. Foto: Larschow
Statt Hamburg

Antriebsschaden an Bord: "Queen Mary 2" steuert Bremerhaven als Ersatzhafen an

11.11.2025

Technischer Defekt stoppt die "Queen Mary 2": Der berühmte Ozeanliner muss seinen Anlauf kurzfristig nach Bremerhaven verlegen - doch selbst dort ist der Liegeplatz wegen des großen Tiefgangs noch nicht endgültig geklärt.

Für die Reederei Cunard Line steht fest: Aufgrund eines technischen Problems wird die "Queen Mary 2" am 17. November nicht wie geplant Hamburg anlaufen, sondern stattdessen in Bremerhaven festmachen. Nur der genaue Liegeplatz steht bisher nicht fest.

Defekt an einer der Antriebsgondeln bestätigt

Nach Informationen aus Reedereikreisen handelt es sich um einen Defekt an einer der vier Antriebsgondeln des weltbekannten Ozeanliners. Das Gerücht über einen Antriebsschaden machte bereits früh die Runde - inzwischen hat Cunard den technischen Defekt bestätigt.

"Für alle von der Hafenänderung betroffenen Gäste wird eine alternative Transportmöglichkeit bereitgestellt. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, danken unseren Gästen für ihr Verständnis und stehen mit den Betroffenen direkt in Kontakt", bestätigt eine Sprecherin der Reederei.

Anlauf in Bremerhaven mit rund 420 Ausschiffungen

Die "Queen Mary 2" wird nach Angaben von Cunard Line ausschließlich am Montag, 17. November, in Bremerhaven anlegen. Rund 420 Gäste werden dort ausschiffen.

Für Bremerhaven wäre der Anlauf der "Queen Mary 2" ein besonderes Ereignis. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Der Anlauf in der Hansestadt Hamburg musste abgesagt werden, da der technische Defekt eine rechtzeitige Ankunft unmöglich macht. Zudem ist die Fahrtzeit nach Bremerhaven kürzer, was der Reederei Zeit für Reparaturen verschafft.

Liegeplatz in Bremerhaven noch offen

Allerdings gibt es auch in Bremerhaven Unsicherheiten beim Liegeplatz. Zwar wird vermutet, dass die "Queen Mary 2" an der Columbuskaje festmachen könnte, doch das ist bislang nicht bestätigt.

Das Problem: Während Länge (345 Meter) und Breite (41 Meter) kein Hindernis darstellen, bereitet der Tiefgang von 10,3 Metern Schwierigkeiten. Das Kreuzfahrtterminal ist auf die Schiffslänge gesehen nicht tief genug. Nur an wenigen Stellen der Columbuskaje sind über zehn Meter Wassertiefe vorhanden, und das nicht über die gesamte Länge des Schiffes. "Bezüglich des genauen Liegeplatzes befinden wir uns derzeit noch in Abstimmung mit den Hafenbehörden", so die Sprecherin weiter.

Aktuell befindet sich die "Queen Mary 2" auf einer Norwegen-Reise. Im Anschluss ist vom 17. bis 19. November eine Zwei-Nächte-Auszeit von Bremerhaven (ursprünglich Hamburg) nach Southampton geplant, vom 19. bis 26. November eine Transatlantik-Passage von Southampton nach New York.

Von Christian Eckardt und Maike Wessolowski

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