Dieses Bild wird bald der Vergangenheit angehören: Die neuen Räumlichkeiten vom Fischereibetrieb de Rousant im Alten Fischereihafen werden mit einem Kühlhaus ausgestattet, das die Kühlauflieger überflüssig macht. Foto: Fischer
Dieses Bild wird bald der Vergangenheit angehören: Die neuen Räumlichkeiten vom Fischereibetrieb de Rousant im Alten Fischereihafen werden mit einem Kühlhaus ausgestattet, das die Kühlauflieger überflüssig macht. Foto: Fischer
Krabbenfischerei

Entwicklung des Alten Fischereihafens: Fischereibetrieb in Cuxhaven zieht um

von Tim Larschow | 13.11.2023

Die AFH Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH und der Fischereibetrieb de Rousant haben einen Vertrag zur Sicherung der Krabbenanlandung im AFH unterzeichnet. Die Vereinbarung soll die Fischereiindustrie stärken und die Entwicklung des AFH fördern.

Der Alte Fischereihafen ist seit langem ein zentraler Anlaufpunkt für die Krabbenfischerei in Cuxhaven. Neben deutschen Kuttern entladen auch viele niederländische Schiffe in Cuxhaven. De Rousant ist bereits seit 1988 als Fischereibetrieb in Cuxhaven aktiv. Frische Krabben werden das ganze Jahr über im Alten Fischereihafen angelandet, wo de Rousant die ersten Verarbeitungsschritte für seine Kunden vornimmt, bevor sie auf den Markt kommen.

Mehr Flexibilität bei der Organisation der Arbeitsabläufe

Rienk Jan van der Ploeg, Geschäftsführer der de Rousant GmbH, erklärt: "Cuxhaven ist ein wichtiger Anlandehafen für die Krabbenfischerei in Deutschland. Neben den Kuttern, die direkt in Cuxhaven entladen, verfügen wir über Transportmittel, mit denen wir Krabben in verschiedenen kleineren Häfen anlanden. Diese werden dann in der Siebhalle in Cuxhaven für ihre weitere Reise vorbereitet."
Der neue Vertrag zwischen AFH und de Rousant sieht vor, dass die Betriebsstätte innerhalb des Hafengeländes verlegt wird. "Das ermöglicht mehr Flexibilität bei der Organisation der Arbeitsabläufe und der Zwischenlagerung der frisch gefangenen Krabben", erklärt Norbert Plambeck. Im Erdgeschoss der ehemaligen Fischhalle IV werden künftig Krabben gesiebt. Eine Etage höher erstrecken sich über die Breite von drei Abteilungen die Büros der Außenstelle Cuxhaven des Landesamts für Schule und Bildung Lüneburg. 

Zukünftig mehr Platz auf der Kaianlage

"Als bekannt wurde, dass Firma Plambeck den Alten Fischereihafen übernommen hatte, gab es Diskussionen über deren Vision für das Hafengebiet. Bei unserem ersten Treffen machte die Geschäftsführung deutlich, dass sie an der Tradition der Krabbenfischerei im Alten Fischereihafen festhalten wollte. Das neue Gebäude wurde auf unsere Wünsche zugeschnitten und wird bald den neuesten Vorschriften entsprechen. Qualitäts- und Effizienzaspekte sind in diesem Sektor wichtig, da es sich um frische Produkte handelt", sagt Rienk Jan van der Ploeg.
Durch den neuen Pachtvertrag soll die langfristige Bindung gesichert werden. AFH und de Rousant sind sich einig, dass die Krabbenfischerei eine wichtige wirtschaftliche und kulturelle Aktivität ist, zu der sie auch weiterhin beitragen wollen. Norbert Plambeck freut such über die Fortführung des Betriebes im AFH, der auch ein identitätsstiftendes Element des Gesamtkonzeptes darstellt.

Kaibereich wird neu gestaltet

"Ein weiterer wichtiger Aspekt des Vertrags ist die Verlagerung des Betriebsgeländes. Damit werden nicht nur die Arbeitsabläufe effizienter und nachhaltiger gestaltet, sondern auch der Meinkenkai von den schweren Lastwagen für den Krabbentransport entlastet", berichtet Plambeck. So kann der Kaibereich neu gestaltet werden, um Platz für die gastronomische Entwicklung zu schaffen und gleichzeitig die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten.

Die Bauarbeiten sind bereits im Gange, der Umzug in die neuen Räumlichkeiten ist für den kommenden Winter geplant. Zukünftig steht hier die Siebmaschine für die Krabben. Foto: Fischer

In die neue Betriebsstätte wird auch ein Kühlhaus integriert, das dazu beiträgt, dass die Kühlaggregate der Lkw nicht mehr auf der Kaianlage laufen müssen. "Das ist ein Baustein für einen grünen Hafen", sagt Norbert Plambeck. Die Bauarbeiten sind bereits im Gange, der Umzug in die neuen Räumlichkeiten in der historischen Fischhalle IV ist für diesen Winter geplant.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Tim Larschow
Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tlarschow@no-spamcuxonline.de

 

Lesen Sie auch...
Start der Saison

Nach vier Wochen im Dock: "Halunder Jet" startet schon bald wieder Richtung Helgoland

Der "Halunder Jet" ist fast wieder startklar: Vier Wochen lang wurde der Passagierkatamaran im Bremerhavener Fischereihafen gewartet und technisch überholt. Jetzt soll das Schiff die Werft verlassen - rechtzeitig zum Beginn der Helgoland-Saison.

Die Seenotretter

Rettung auf See: Seemann nach medizinischem Notfall nach Helgoland gebracht

von Redaktion

Die Seenotretter der Station Deutsche Bucht/Helgoland der DGzRS und die Besatzung des Zollschiffes "Borkum" waren in der Nacht von Sonntag auf Montag (8. und 9. März) im Einsatz. Ein Seemann musste schnell in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gerichtsbeschluss

Wirtschaftsfaktor in Cuxhaven: Ölförderung auf Bohrinsel Mittelplate wird geprüft

von Tim Larschow

Die Ölförderung auf der Mittelplate steht auf der Kippe. Ein Verwaltungsgericht hat in einem Eilverfahren entschieden: Die derzeitige Genehmigung für den Betrieb bis Ende Mai ist nicht gültig. Hintergrund ist eine Klage der Deutschen Umwelthilfe.

Nicht jeder Rotbarsch ist gleich

Rotbarsch wird Goldbarsch? Warum über Cuxhaven importierter Fisch umbenannt wird

von Tim Larschow

Isländische Seafood-Produzenten und -Exporteure präsentierten sich auf der Fish International in Bremen mit einem klaren Fokus auf Goldbarsch. Es ging um Nachhaltigkeit, direkte Schiffsrouten nach Cuxhaven und klare Abgrenzung zum Alaska-Rotbarsch.