Nach der Kollision mit dem Frachter "Polesie" am Dienstagmorgen in der Nordsee ist die 90 Meter lange "Verity" gesunken. Das Wetter erschwert die Arbeiten an dem Wrack. Foto: dpa/ Dietmar Hasenpusch
Nach der Kollision mit dem Frachter "Polesie" am Dienstagmorgen in der Nordsee ist die 90 Meter lange "Verity" gesunken. Das Wetter erschwert die Arbeiten an dem Wrack. Foto: dpa/ Dietmar Hasenpusch
Gespräche mit Bergungsunternehmen 

Nach Kollision in der Nordsee: Wind und Wellen erschweren Arbeiten am "Verity"-Wrack

von Tim Larschow | 27.10.2023

Um den Schiffsverkehr nach der Frachterkollision auf der Nordsee zu sichern, sollen Taucher die zwei Masten der gesunkenen "Verity" kappen. Doch wegen der Wetterlage müssen die Arbeiten warten.

Nach der verheerenden Kollision zweier Schiffe bei Helgoland, bei der mehrere Menschen ums Leben kamen, laufen die Arbeiten auf Hochtouren - in mehrfacher Hinsicht. Die Ursache der Frachterkollision in der Nordsee bleibt bislang allerdings unklar. Die Ermittler suchen weiter nach der Unfallursache. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee, das am Mittwoch um 16.30 Uhr die Einsatzleitung vom Havariekommando übernommen hatte, leitete bereits erste verkehrssichernde Maßnahmen am Wrack ein.

Tauchereinsatz an der "Verity" ist geplant

Im Bereich des Wracks der "Verity" wurde am Donnerstag eine beleuchtete Einzelgefahrtonne (schwarz-rot-schwarz) ausgelegt und ein Sperrgebiet von einer halben Seemeile eingerichtet. Zuvor hatte das Sperrgebiet zwei Seemeilen betragen. Die Verkehrszentrale Wilhelmshaven überwacht den Bereich. Zur Information der Schifffahrt wurde eine Bekanntmachung für Seefahrer herausgegeben, teilte die Pressesprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Claudia Thoma mit.

Starker Wind fegt über die Nordsee

Aufgrund der prognostizierten Wetterbedingungen (starker Wind und Wellen) sind am Freitag und am Wochenende keine weiteren Maßnahmen vorgesehen. "Sobald sich die Wetterlage beruhigt hat, ist Anfang der kommenden Woche ein Tauchereinsatz geplant. Es ist vorgesehen, die zwei Masten des Wracks zu kappen."

Gespräche mit Bergungsunternehmen 

Außerdem werde geprüft, ob Öl aus dem Schiff austritt. "Gegebenenfalls werden dann weitere Maßnahmen ergriffen", verdeutlichte Thoma auf Anfrage unseres Medienhauses. Bezüglich der Bergung des Wracks würden derzeit Gespräche mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, der Reederei, dem Versicherer sowie Bergungsunternehmen geführt.

Fünf Crew-Mitglieder der "Verity" verstorben

Bei der Kollision starben fünf Menschen. Zwei Besatzungsmitglieder der "Verity" wurden durch die Seenotretter in Sicherheit gebracht. Ein Crew-Mitglieder konnte nur noch tot geborgen werden, während vier Menschen bislang noch nicht gefunden wurden. Das Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven geht davon aus, dass die Besatzungsmitglieder nicht überlebt haben.

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