Bescheidübergabe in Cuxhaven: (v.l.) Kai Sawischlewski (Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven), Karin Beckmann (Landesbeauftragte Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg), Rolf Pawlowitz (Geschäftsführer Pawlowitz Automation GmbH), Hauke Bartels (Architekt), Uwe Santjer (Oberbürgermeister Stadt Cuxhaven). Foto: Wunsch/ArL Lüneburg
Bescheidübergabe in Cuxhaven: (v.l.) Kai Sawischlewski (Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven), Karin Beckmann (Landesbeauftragte Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg), Rolf Pawlowitz (Geschäftsführer Pawlowitz Automation GmbH), Hauke Bartels (Architekt), Uwe Santjer (Oberbürgermeister Stadt Cuxhaven). Foto: Wunsch/ArL Lüneburg
Zwei Unternehmen, eine Gemeinde

Der Zukunft wegen: Freude über Fördermittel an drei Orten in Stadt und Kreis Cuxhaven

von Redaktion | 06.03.2025

In Stadt und Landkreis Cuxhaven sorgen Förderungen in sechsstelliger Höhe für Jubel: Jeweils ein Unternehmen in der Stadt Cuxhaven und in Osten freuen sich ebenso wie eine Gemeinde. Wie sie ihre Zukunft gestalten.

Im Kreis Cuxhaven freuen sich gleich zwei Unternehmen und eine Gemeinde über Förderungen. Karin Beckmann, Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg, übergab am Donnerstag (6. März 2025) dem Unternehmen Pawlowitz Automation GmbH in Cuxhaven, der Zimmerei und Tischlerei H. Gätke GmbH in Osten und der Gemeinde Wingst die Förderbescheide.

Was die Firma Pawlowitz Automation mit dem Geld macht

Die Pawlowitz Automation GmbH werde mit dem Zuschuss in Höhe von 453.183 Euro "unter anderem in die Anschaffung eines Robotersystems inklusive der benötigten Tools für die Entwicklung und zur Unterstützung der Schaltschrankproduktion investieren", teilt das Amt mit. Pawlowitz Automation ist auf die Programmierung und Integration von Produktionsmaschinen sowie auf ganzheitliche Automatisierungen spezialisiert.

Zu den Kernkompetenzen der Pawlowitz Automation GmbH gehört auch das Umrüsten von Bestandsanlagen auf eine moderne Steuerung, wie hier ein Motiv aus der Türen-Industrie. Foto: Potschka

"Für uns bedeutet die Förderung, dass wir unsere Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft sichern können. Mit dem neuen Standort schaffen wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern investieren in eine nachhaltige und innovative Zukunft", freut sich Geschäftsführer Rolf Pawlowitz.

Cuxhavens OB Santjer lobt das Unternehmen Pawlowitz Automation

Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer ist voll des Lobes: "Für die Stadt Cuxhaven ist es wichtig, dass die Pawlowitz Automation GmbH sich am Standort Cuxhaven vergrößert. Dadurch werden Arbeitsplätze in einer Branche geschaffen, die in Cuxhaven bisher nicht so stark vorkommt." Im Bereich der Automatisierung sei die Firma "ein innovativer und verlässlicher Partner - weit über die Grenzen Cuxhavens hinaus. Die Fördermittel ermöglichen es dem Unternehmen, ein Gebäude zu erstellen, was den neuesten energetischen Standards gerecht wird." Damit füge sich das Unternehmen "hervorragend in die Klimastadt Cuxhaven ein".

Bei einem Ortstermin im Dezember kommen Jürgen von Ahnen (Agenturleiter der Wirtschaftsförderung Cuxhaven), Architekt Hauke Bartels, Rolf Pawlowitz, Oberbürgermeister Uwe Santjer, Jörg Pawlowitz und Kai Sawischlewski auf dem Baugrundstück an der Repsoldstraße zusammen. Foto: Potschka

Eine Förderung in Höhe von 615.000 Euro bekommt die H. Gätke GmbH. Die Zimmerei und Tischlerei, die schon in vierter Generation betrieben wird, investiert damit "in den Neubau einer Lager- und Abbundhalle, einer Photovoltaik-Anlage und Speicher sowie in Maschinen und Anlagen", heißt es in einer Mitteilung des Amtes für regionale Landesentwicklung. So könne der Betrieb unter anderem die Produktionsfläche vergrößern und wirtschaftlicher und flexibler auf die Bearbeitung von Aufträgen reagieren.

Bescheidübergabe an H. Gätke GmbH: (v.l.) Landtagsabgeordneter Claus Seebeck, Carsten Hubert (Bürgermeister Gemeine Osten), Lukas Gätke (Unternehmen H. Gätke), Kerstin Heins (Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven), Karin Beckmann (Landesbeauftragte Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg), Frank Gätke (Unternehmen H. Gätke), Katja Link (Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven), Jan Tiedemann (Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor). Foto: Wunsch/ArL Lüneburg

"Die Förderung ist für uns eine große Entscheidungshilfe, unsere geplante Betriebserweiterung komplett umzusetzen. Sie hilft uns, unseren Betrieb in kürzester Zeit besser aufzustellen", betont Geschäftsführer Frank Gätke.

Die Gemeinde Wingst nutzt den Zuschuss in Höhe von 682.185 Euro nach ArL-Angaben dazu, den bestehenden Zoo noch attraktiver zu gestalten. Mit einer neu begehbaren Freianlage für Lemuren soll ein neuer Besuchsmagnet für Touristen geschaffen werden.

Bescheidübergabe Gemeinde Wingst: (v.l.) Michael Johnen (Verwaltungsvertreter Gemeinde Wingst/Tourismus Samtgemeinde Land Hadeln), Dr. Pierre Grothmann (Zoodirektor), Patrick Pawlowski (Bürgermeister Gemeinde Wingst), Karin Beckmann (Landesbeauftragte Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg) Isabell Eickmann (Fördermittelmanagement Samtgemeinde Land Hadeln), Christine Brandt (Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven). Foto: Wunsch/ArL Lüneburg

"Wir freuen uns sehr über diese Förderung. Mit dem geplanten begehbaren Lemurenwald sind wir weit über die Region hinaus der einzige Zoo mit einer solchen Anlage. Sie ergänzt hervorragend das Konzept des familienfreundlichen Waldzoos, und wir sind sicher, damit noch mehr Familien für einen Besuch unserer schönen Gemeinde zu begeistern", sagt Bürgermeister Patrick Pawlowski.

Woher das Fördergeld für die Projekte stammt

Die Projekte werden zum einen durch ein Förderprogramm des Landes Niedersachsens unterstützt, das Finanzierungshilfen zum Ausgleich von Standortnachteilen gewerblicher Betriebe bietet; zum anderen durch ein Programm, das Vorhaben im Bereich der touristischen Entwicklung fördert.

"Wie wichtig und richtig diese Förderprogramme sind, hat sich heute eindrucksvoll gezeigt", hob die Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg Karin Beckmann bei der Bescheidübergabe hervor. "Wir können auf diese Weise, gerade in ländlichen Regionen, maßgeblich dazu beitragen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Städten und Gemeinden zu sichern."

Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg

Von der Küste bis in die Heide, vom Wendland bis zur Weser: Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg kümmert sich gemeinsam mit Kommunen und anderen Aktiven in der Region um die langfristige Lebens- und Standortqualität in den elf Landkreisen zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Es ist zentraler Ansprechpartner vor Ort, wenn es um öffentliche Fördermittel geht und sorgt dafür, dass das Geld aus Brüssel, Berlin oder Hannover da ankommt, wo es die Entwicklung der Region dauerhaft stärken kann. Von Raum- und Flurneuordnungsverfahren, über Tourismus und Wirtschaftsförderung, bis hin zu Städtebau und politischer Bildung: Jährlich werden eine Vielzahl von Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Landesregierung organisiert, und durchschnittlich 40 Millionen Euro Fördergelder in der EU-Strukturförderung für die ländlichen Räume bewilligt.

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