Der "blanke Hans" kann kommen: Eine Küstenschutzwand und weitere Befestigungen sorgen für Sturmflutschutz an der Schleuse. Foto: Westermann/NLWKN
Küstenschutz

Baustelle an der Otterndorfer Kanalschleuse ist "sturmflutfest"

04.10.2019

OTTERNDORF. Rechtzeitig zum Beginn des Winterhalbjahres wurden an der Hadelner Kanalschleuse alle Arbeiten abgeschlossen, die zur Herstellung des Sturmflutschutzes erforderlich sind.

"Die Küstenschutzwand ist gerammt und die Anschlussdeiche sind ebenso fertiggestellt wie die Entwässerungsanlage", sagt Projektleiter Andreas Kosch vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Stade.

Die Kranhavarie im Frühsommer hatte die Baustellenorganisatoren vor eine große Herausforderung gestellt. "So musste ein Ersatzkran zum weiteren Rammen der Schrägpfähle der Küstenschutzwand beschafft werden, was bei einem Gerät dieser Größenordnung nicht gerade einfach ist", erläutert Kosch, der die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen seiner Behörde, dem Deichverband, dem Landkreis Cuxhaven und den bauausführenden Firmen hervorhebt.

Hohe Leistungsbereitschaft

"Die Arbeitsgemeinschaft Hadelner Kanalschleuse hat eine hohe Leistungsbereitschaft inklusive Wochenendarbeit und einer Verdoppelung des Personaleinsatzes bei zeitkritischen Tätigkeiten bewiesen, die man hoch anerkennen muss", so Kosch. Der durch den Kranunfall eingetretene Zeitverlust sei dadurch kompensiert worden, dass im Schutze der nun hergestellten Sturmflutsicherheit die für das Winterhalbjahr vorgesehenen Arbeiten ausgeführt werden können, zu denen etwa der Rückbau der alten Schleusentiefgründung und die Herstellung der Baugrube für die neue Anlage einschließlich ihrer Tiefgründung und Errichtung ihrer Unterwasserbetonsohle gehören.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für 2022 vorgesehen. Der Neubau war erforderlich, da die Vorgängeranlage einen Unterbestick von 90 Zentimetern aufwies und auch sonst den Anforderungen des modernen Küstenschutzes nicht mehr genügte.

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