Nach Bekanntwerden eines Corona-Falls soll anderen Mitgliedern einer Familie der Zugang zu "Märkten und Arztpraxen" verwehrt worden sein. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa
Warnung vor "Sippenhaft"
Corona-Fall in Großfamilie aus Hemmoor: Zugang zu Märkten und Praxen verweigert
HEMMOOR. Der Hemmoorer Bürgermeister Lasse Weritz hat eindringlich davor gewarnt, beim Auftreten eines Corona-Verdachts gleich die gesamte Familie in "Sippenhaft" zu nehmen.
Er reagierte damit auf einen aktuellen Fall, bei dem es um das Mitglied einer "Hemmoorer Großfamilie" geht. Nach den Angaben des Bürgermeisters sei ein Familienmitglied an Corona erkrankt. Er habe kein Verständnis dafür, was nach Bekanntwerden dieses Falls dann andere Mitglieder dieser Familie erleben mussten. Ihnen sei der Zugang zu "Märkten und Arztpraxen" verwehrt worden. Dies sei nicht zu akzeptieren.
"Nicht in Hysterie verfallen"
Er warnte davor, "in Hysterie" zu verfallen und haltlosen Darstellungen in den sozialen Medien zu vertrauen: "Man darf nicht Gerüchte in die Welt setzen, die nicht stimmen." Zugleich warnte er auf der Sitzung des Hemmoorer Stadtrates davor, reflexartig "in Hysterie zu verfallen".
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