Corona-Lage im Kreis Cuxhaven: "Entspannung zeichnet sich nicht ab"
KREIS CUXHAVEN. Die Infektionsquote pendelt sich für den Kreis Cuxhaven weiter im 80er-Bereich ein. Der Wert, der die Zahl der Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner angibt, ist leicht angestiegen.
Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 86,30 (Vortag: 80,30). Das Infektionsgeschehen im Landkreis Cuxhaven spiegelt laut Landrat Kai-Uwe Bielefeld den Bundestrend wider. "Im Vergleich zu der Entwicklung in anderen Landkreisen in Deutschland ist die Lage derzeit aber noch beherrschbar und es gelingt uns relativ gut, die Situation im Griff zu behalten." Die Bewältigung der Pandemie bleibe dennoch auch für den Krisenstab eine Herausforderung, "zumal sich eine Entspannung derzeit leider überhaupt nicht abzeichnet."
28 Neuinfektionen
Am Mittwoch meldet der Landkreis 28 neue bestätigte Corona-Infektionen. Die Fälle kommen aus der Samtgemeinde Hemmoor (9), der Stadt Cuxhaven und der Gemeinde Hagen (jeweils 4), der Stadt Geestland und der Gemeinde Beverstedt (jeweils 3), den Gemeinden Schiffdorf und Loxstedt (jeweils 2) sowie der Samtgemeinde Land Hadeln (1). Aktuell befinden sich vier Infizierte im Krankenhaus, drei weniger als am Vortag. Zwei Personen müssen intensiv-medizinisch behandelt werden.
Für die Bekämpfung der Pandemie will der Landkreis die Testmöglichkeiten umfangreich ausweiten. Ein möglichst flächendeckendes und wohnortnahes Testangebot sei dafür unverzichtbar, erklärt der Landkreis: "Mittlerweile haben sich schon zahlreiche Arztpraxen, Apotheken und weitere Teststationen bereit erklärt, den Landkreis Cuxhaven zu unterstützen." In der Landkreis-Mitte sei noch Nachholbedarf. Der erste Kreisrat Friedhelm Ottens als Leiter des Krisenstabes: "Insbesondere der Raum Bad Bederkesa ist derzeit noch ein weißer Fleck auf der Karte. Natürlich freuen wir uns auch über Angebote aus allen anderen Bereichen des Landkreises."
Interaktive Karte
"Der Weg zurück zu möglichst viel Normalität ist uns alle der sehnlichste Wunsch", betont Ottens. "Ein Baustein auf diesem Weg ist, dass sich die Menschen möglichst einfach und niederschwellig testen lassen können. Jedes zusätzliche Testangebot ist dabei sehr wertvoll und wir suchen weiterhin nach interessierten Personen oder Institutionen, die sich vorstellen können, eine Testmöglichkeit zu schaffen." Eine aktuelle Karte gibt es im Netz.