Die Robben scheinen sich nicht unwohl zu fühlen im Meer vor Cuxhaven. Zumindest ist ihre Population stark gewachsen. Foto: Archiv
Die Robben scheinen sich nicht unwohl zu fühlen im Meer vor Cuxhaven. Zumindest ist ihre Population stark gewachsen. Foto: Archiv
Zählung der Tiere

Cuxhaven: Population der Kegelrobben im Wattenmeer stark gewachsen

05.07.2020

KREIS CUXHAVEN. Die Kegelrobben im Nordwesten Deutschlands vermehren sich. Ihr Bestand sei im Vorjahresvergleich um 30 Prozent auf 587 Tiere gewachsen.

Das teilte das Wattenmeer-Sekretariat in Wilhelmshaven am Freitag mit. Vermutlich seien es gar 10 bis 15 Prozent mehr Tiere als gezählt, sagte eine Sprecherin, da die Zählung in der Region Niedersachsen/Hamburg nicht beendet werden konnte.

Insgesamt wurden vor den Küsten Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande 7649 Kegelrobben gezählt. Damit habe sich der Bestand des größten Raubtiers an der Wattenmeerküste seit Beginn Zählungen im Jahr 2008 mehr als verdreifacht, hieß es. Die größten Kolonien seien in den Niederlanden zu finden, gefolgt von Niedersachsen und Helgoland. In Schleswig-Holstein und Dänemark würden weniger Tiere beobachtet. Kegelrobben "pendeln" zwischen dem Wattenmeer und den britischen Gewässern.

Bei den jährlich grenzübergreifend koordinierten Zählungsflügen im Wattenmeer wird der Gesamtbestand der Kegelrobben während der Fellwechselperiode im Frühjahr gezählt. In diesem Jahr waren das die Zählmonate März und April. Experten vermuten, dass die Robben in diesem Frühjahr vom Rückgang menschlicher Aktivitäten durch die Pandemiemaßnahmen profitierten. Dies müsse jedoch noch abschließend untersucht werden, hieß es.

Die Jungen werden während der Wurfzeit in den Wintermonaten gezählt. In diesem Winter wurden insgesamt 1726 Jungtiere im Wattenmeer und auf Helgoland erfasst - der größte Teil von ihnen im niederländischen Teil. In den dänischen und Schleswig-Holsteinischen Teilen des Wattenmeers wurden keine Jungen an den Tagen der Zählung verzeichnet.

In Cuxhaven wurden in den vergangenen Wochen mehrere tote Robben gefunden. Die verendeten Tiere waren teilweise stark verstümmelt und verwest an die Küste angespült worden. (dpa)

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

Google News

Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Hier CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinzufügen.


CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Lesen Sie auch...
OB Santjer will sich "unterhalten"

Hamburg verklappt vorerst keinen Schlick vor Scharhörn: Cuxhaven ist das nicht genug

CUXHAVEN. Eine geplante Verklappung von Hafenschlick vor der Vogelinsel Scharhörn wird es in 2022 nicht mehr geben. Diese Nachricht erhielt Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer als Mitglied des Aktionsbündnisses Unterelbe vom Hamburger Staatsrat Andreas Rieckhof.

Der Countdown läuft

Raketen von See ins All starten lassen? Bremerhaven im Mittelpunkt

BREMERHAVEN. Um den Plan, Raketen von See aus ins All zu schicken, ist es still geworden. Was passiert nun? Bremerhaven, Ausgangshafen für die Raketenstarts, ist besorgt.

Mobilität

Zunehmende Verschlickung der Elbe: Elbfähre-Betreiber sendet SOS

von Wiebke Kramp

WISCHHAFEN/GLÜCKSTADT. Bei Ebbe kann die Überfahrt mit der Elbfähre zwischen Wischhafen und Glückstadt zu einem echten Abenteuer werden.

Energieinsel

Idee für Bauprojekt: Strom von einer künstlichen Insel in der Elbe vor Cuxhaven

von Tim Larschow

CUXHAVEN. Ein Projekt, dass gleich zwei Probleme gleichzeitig lösen könnte - die "Elbinsel". Doch wo und wie könnte so ein Großbauprojekt überhaupt umgesetzt werden?