Von den Wohnwagen auf dem Duhner Campingplatz am Sahlenburger Weg ist nur noch Schutt und Asche übrig. Foto: Berufsfeuerwehr Cuxhaven
Von den Wohnwagen auf dem Duhner Campingplatz am Sahlenburger Weg ist nur noch Schutt und Asche übrig. Foto: Berufsfeuerwehr Cuxhaven
Feuer auf Campingplatz

"Die Wände wackelten": So haben Anwohner den Großbrand in Duhnen erlebt 

von Denice May | 26.03.2020

CUXHAVEN. In der Nacht zu Dienstag hat ein Feuer auf einem Campingplatz in Cuxhaven-Duhnen gewütet. Anwohner schildern, wie sie den Großbrand erlebt haben.

Als das Feuer am Montagabend um kurz nach 23 Uhr ausbrach, ahnte Christian Senzel, Schwiegersohn der Campingplatz-Betreiberin und Inhaber des Duhner Landhauses noch nicht, was die Stunde geschlagen hat. "Wir waren zu Hause und haben ein Grummeln und Donnern gehört. Es hörte sich an, als würde über dem Watt ein Flugzeug abstürzen. Wir haben die Geräusche gar nicht mit unserem Campingplatz in Verbindung gebracht. Als wir die Polizei anriefen, sagte die uns, es sei ein Feuer ausgebrochen. Als wir raus sind, hörten wir es schon knallen und sahen die Feuerwehr. Alles ging so schnell. Wahnsinn. So etwas habe ich noch nie gesehen."

Feuer wütet auf Campingplatz in Cuxhaven

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich der Brand bereits auf zehn Wohnwagen und Vorzelte ausgeweitet. Das Knallen, das Christian Senzel hörte, waren die Propangasflaschen, die während der Löscharbeiten explodierten. Die Erschütterung bemerkte auch Andreas Frank, der circa 200 Meter Luftlinie entfernt in seiner Wohnung schlief: "Der Knall war so laut, dass die Wände wackelten."

Keine Touristen vor Ort

Da sich aufgrund der Corona-Krise aktuell sowieso keine Touristen im Kreis Cuxhaven aufhalten dürfen, waren die Wohnwagen unbewohnt - niemand kam zu Schaden. "Corona sei Dank", sagt Christian Senzel, Schwiegersohn der Campingplatz-Betreiberin.

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Viele Dauercamper aus Nordrhein-Westfalen betroffen

Die auf dem Campingplatz abgestellten Wohnwagen gehörten Dauercampern. "Die meisten kamen aus Nordrhein-Westfalen", weiß Christian Senzel. "Viele Camper haben hier ihr Herzblut und Geld reingesteckt. Ich weiß nicht, ob wir das noch einmal aufbauen können", so Senzel. 

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