"Gegen den Wind" in Nordholz: Fortsetzung für spektakuläres Radrennen?
NORDHOLZ. Es war lange ungewiss, ob das Radrennen "Gegen den Wind" überhaupt stattfinden kann. Die Veranstalter wagten den Schritt. Und sie bereuten ihn nicht.
Unter strengen Hygiene-Auflagen verwandelte sich das Gelände des Marine-Fliegerstützpunktes in eine Radrennstrecke - ein besonderes Erlebnis sowohl für die ambitionierten Hobbyfahrer als auch die ehemaligen Radprofis.
Aufgrund der Corona-Auflagen war das Teilnehmerfeld bei der Premiere auf 250 Athleten beschränkt. Wie Veranstalter Christian Stoll berichtete, wurde die Zahl auch voll ausgeschöpft. Ob Rennrad, Hollandrad, Kinderfahrrad oder E-Bike - die Bandbreite der Zweiräder war groß. So sollte es auch sein. Wie schon bei den vergangenen Veranstaltungen "Gegen den Wind" in anderen Städten sollte es ein Familiensportevent werden. Ein Radrennen für jedermann. Und das wurde es - trotz der Corona-Beschränkungen.
Profi-Vierer wird "nur" Dritter
Kinderrennen, Showrennen mit ehemaligen Olympiasiegern und ganz starke Einer-, Zweier- und Viererrennen über das weitläufige Gelände des Stützpunktes. Das Programm war vielseitig und streckte sich über den ganzen Sonntag. Und größtenteils spielte auch das Wetter mit. Nach kleineren Regenschauern am Vormittag gab es ab Mittag beste Bedingungen für die Fahrer. Die Sonne schien und auf der Start- und Landebahn des Fliegerhorstes herrschte ordentlich Gegenwind - wie vom Veranstalter angekündigt. Dieser verlangte den Athleten einiges ab.
Selbst die ehemaligen Profifahrer mussten sich im abschließenden Vierer-Rennen geschlagen geben - erst das dritte Mal in der 20-jährigen Geschichte der Radrennveranstaltung. Das Team um Björn Glasner, Björn Schröder, Jens Schwedler und Carolin Schiff wurde "nur" Dritter. Gewonnen hat übrigens das Team Langen 1 mit Sebastian Zoschke, Lüder Kruse und Lennart Kiel. Sie hatten im Ziel eine Minute Vorsprung vor dem Profi-Vierer. "Sie haben es sportlich genommen", so Stoll. Er zeigte sich rundum zufrieden mit der Premierenveranstaltung auf dem Fliegerhorst in Nordholz. Die Resonanz der Teilnehmer sei toll gewesen. Viele hätten ihr Kommen für das nächste Jahr schon zugesichert.
Veranstaltung soll wiederholt werden
Denn das Bestreben ist es, die Veranstaltung in Nordholz zu etablieren. Das bestätigte Stoll auf Nachfrage. Mindestens in den nächsten fünf Jahren soll sich die Start- und Landebahn einmal jährlich in eine atemberaubende Radrennstrecke verwandeln. Aber nicht nur die Strecke, die gesamte Zusammenarbeit mit der Marine sei etwas ganz Besonderes, so Stoll. "Auf die Jungs ist einfach Verlass." Und für den guten Zweck kam auch noch etwas zusammen. Einen Scheck in Höhe von 1500 Euro überreichte Stoll am Ende der Veranstaltung an das Kinderhospiz Cuxhaven-Bremerhaven e.V..
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