Auch wenn die Otterndorfer Strandpromenade in die Jahre gekommen ist - Einheimische und Urlauber lieben sie nach wie vor. In Kürze starten die politischen Beratungen darüber, wie die Bummelmeile modernisiert und verschönert werden kann. Foto: Trüde
Weg am Strand

Ideen für Promenade: Das wünschen sich die Otterndorfer für die Flaniermeile

von Christian Mangels | 07.03.2021

OTTERNDORF. Was wünschen sich die Otterndorfer Bürger, die Gäste und Urlauber für die Flaniermeile am Strand? Hier gibt‘s die Ergebnisse.

Die Flaniermeile am Otterndorfer Grünstrand ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den modernen und hochwasserschutztechnischen Anforderungen. Deshalb sollen der Weg und das "Drumherum" modernisiert und zu einer neuen maritimen Visitenkarte entwickelt werden. Die politischen Beratungen dazu beginnen in Kürze. Was aber wünschen sich die Otterndorfer Bürger, die Gäste und Urlauber für die Strandpromenade? In der Zeitung und auf Facebook haben wir einen Aufruf gestartet, um Ideen zu sammeln. Wir dokumentieren die Zuschriften in einem Leserforum.

Wie wäre es mit Turngeräten aus Edelstahl? Das ist Marlis Lehmanns Vorschlag zur Aufwertung des Grünstrandes und der Strandpromenade. "Sie rosten nicht und es wäre eine einmalige Anschaffung", findet die Otterndorferin. Darüber hinaus setzt sie sich für Blumenkübel und eine große Info-Tafel ein, auf der zu sehen ist, welche Unterkünfte gerade belegt sind. Und: "Täglich müsste ein Ausflugsschiff alle paar Stunden auf der Medem oder der Elbe fahren."

Richtige Strandkörbe

Inken Junge sind die traditionellen Otterndorfer Strandkabinen ein Dorn im Auge. Sie fordert "die Anschaffung stabiler, abschließbarer Strandkörbe, in denen man nicht auf klapprigen Stühlen sitzen muss". Das würden die Urlauber, wenn sie ihre Ferien an Nord- oder Ostsee buchen, heutzutage erwarten. Inken Junge ist überzeugt: "Richtige" Strandkörbe werten das ganze Erscheinungsbild am Grünstrand positiv auf.

Uwe Rehm regt an, die Flaniermeile zu verbreitern und in einen Fußgänger- und Radfahrerbereich zu teilen. "Diese optische Trennung würde insbesondere in den stark frequentierten Monaten sowohl den Fußgängern, aber auch den Nutzern des Fernradeweges mit Reisegepäck und Trailern das Fahren erleichtern und das von mir häufig beobachtete gegenseitige Unverständnis vermindern", meint der Otterndorfer.

Die Fahrradfahrer hat auch Elke Markgraf-Lührs im Blick: "Ich schlage vor, das große, halbrunde Einstiegsloch eindeutig zu markieren oder abzugrenzen." Aus ihrer Sicht ist diese Vertiefung eine echte Gefahrenquelle. "Es wundert mich, dass dort noch kein unachtsamer Radler hineingepurzelt ist. Und wenn es passiert, dann könnte es böse ausgehen."

Optische Abgrenzung

Auch Birgit Huster plädiert für eine Zweiteilung der Promenade für Fußgänger und Radfahrer. Mit unterschiedlichen Pflasterungen könnte eine optische Abgrenzung hergestellt werden. Gedanken hat sich die Otterndorferin auch zur Beleuchtung macht: Statt großer Laternen würde sie sich im Boden verankerte Solar-Leuchten - ähnlich wie auf dem Deichkronenweg - wünschen.

Sitzgelegenheiten könnte man in Form von stilisierten Fischerbooten aufstellen. Ganz wichtig dabei: "Mit Lehnen und Abfalleimern."

Die "Freibeuter-Strandbar" sollte bestehen bleiben und eventuell etwas vergrößert werden, meint Birgit Huster. Dort könnte man auch die Toiletten ansiedeln. Weitere Imbiss-Buden oder Verkaufsstände lehnt sie ab, "denn diese sind bereits am Ankerplatz genügend vorhanden." Überhaupt: Von einer "Halli-Galli-Meile" mit Imbiss-Buden, Ständen, Spielplatz und weiteren Sportaktivitäten für Jugendliche will sie nichts wissen, "denn gerade der ruhige und sanfte Tourismus sollte hier am Grünstrand von Otterndorf weiter gelebt werden."

Nach unserem Aufruf meldeten sich aber auch Leserinnen und Leser, die der Auffassung sind, dass alles so bleiben sollte, wie es ist. "Es muss doch nicht immer alles zugebaut werden", schreibt etwa Lucy Dea bei Facebook. Und Carola Ginger fragt: "Muss denn immer alles aufgehübscht und optimiert werden?"

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.



Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

cmangels@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Internet-Auktion

Versteigert: Cadenberger Feuerwehrauto rollt jetzt durch Thüringen

von Christian Mangels | 28.10.2021

KREIS CUXHAVEN. Über Jahrzehnte hat das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Cadenberge gute Dienste geleistet. Jetzt kam der alte Unimog unter den Hammer.

Nominiert

Landwirt des Jahres 2021: Geht der Titel an eine Bäuerin aus Otterndorf?

27.10.2021

KREIS CUXHAVEN. Wer wird Landwirtin oder Landwirt des Jahres 2021? Gut möglich, dass eine Frau aus dem Kreis Cuxhaven bei der Verleihung des Preises eine Rolle spielt.

Kosten zu hoch

Trotz gestiegenen Milchpreises im Kreis Cuxhaven: Immer mehr Bauern geben auf

27.10.2021

KREIS CUXHAVEN. Bessere Preise bedeuten nicht gleich eine bessere Stimmung - zu diesem Schluss kamen die Mitglieder des Milchausschusses des Landvolks Niedersachsen.

Bei Breitband-Ausbau vergessen?

Kreis Cuxhaven: Wie Landwirte mit dem schlechten Internet hadern

von Kai Koppe | 27.10.2021

KREIS CUXHAVEN. Landwirte im Kreis Cuxhaven klagen über mangelhafte Kapazitäten, Einzelgehöfte bleiben bei Ausbau-Initiativen oft außen vor.