Komplett leere Klassen weil nach einem Corona-Fall alle Kinder in Quarantäne geschickt werden mussten, soll es künftig in den niedersächsischen Schulen nicht mehr geben. Die Gesundheitsminister der Länder haben neue Quarantäne-Regeln beschlossen, die möglichst viel Präsenzunterricht ermöglichen sollen. Foto: Sina Schuldt
Quarantäne-Beschlüsse

Neue Regeln für Schule und Kita: Das soll auch im Kreis Cuxhaven gelten

von Redaktion | 07.09.2021

KREIS CUXHAVEN. Schulen und Kitas sollen möglichst lange geöffnet bleiben, doch was passiert im Infektionsfall? Die Gesundheitsminister der Länder haben jetzt neue Regeln beschlossen. Niedersachsens Ministerin Daniela Behrens verspricht sich davon mehr Planungssicherheit für Eltern. 

Die Inzidenzen steigen, immer mehr Kinder und Jugendliche infizieren sich mit dem Corona-Virus. Das hat auch im Kreis Cuxhaven schon zu Quarantäne-Verordnung für fast 150 Kita-Kinder gesorgt. Denn bisher galt: Bei einem Infektionsfall etwa in einer Kita mit offenem Konzept, mussten alle Kinder 14 Tage in Quarantäne. In der Schule war die ganze Klasse betroffen. 

Quarantäne nur für Kontaktkinder

Das haben die Gesundheitsminister der Länder am Montag geändert. Künftig müssen in den Schulen nur noch die Kinder in Quarantäne, die direkten Kontakt zu dem infizierten Kind hatten und nicht mehr zwangsläufig die ganze Klasse. 

Die Quarantäneanordnungen sollen durch die Gesundheitsämter mit Augenmaß und unter Berücksichtigung der jeweils durchgeführten Hygienekonzepte erfolgen - wenn etwa Masken im Unterricht getragen werden, viel gelüftet und Kontakte reduziert werden, soll das in der Entscheidung berücksichtigt werden. Geimpfte und Genesene Personen fallen wie bisher aus der Quarantäne raus. 

Fünf Tage Quarantäne 

Und auch die Länge der Quarantäne soll angepasst werden. Statt den bisher 14 Tagen haben sich die Minister auf fünf Tage verständigt, wenn dann ein negativer Test vorliegt. Das soll auch in den Kitas so gelten. «Die Gesundheitsämter werden dabei auch in Zukunft einen Ermessensspielraum haben, aber es ist ganz wichtig, dass Kinder und ihre Eltern hier nun mit Blick auf den Herbst und Winter mehr Klarheit und ein Stück weit Planungssicherheit haben», sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD)  in Hannover.

Ziel: Möglichst viel Präsenzunterricht

Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hält die neuen Regeln für einen wichtigen Beitrag zu «möglichst viel Präsenzunterricht und Normalität in den Schulen». Geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler bekommen den Plänen zufolge grundsätzlich keine Quarantäne verordnet. (lab/dpa)

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