Der Lkw sackte so tief ein, dass er in Schieflage geriet. Foto: Lange
Verkehr

Osten: Lkw-Fahrer folgt Navi und bleibt in Kurve stecken

31.07.2019

OSTEN. Ein 28-jähriger Lkw-Fahrer hat sich am Dienstagmittag in Osten in die Bredouille gebracht - weil er seinem Navigationssystem folgte.

Der Sattelzug-Fahrer aus Lohne (Landkreis Verden) war auf der B 495 unterwegs zu einem Landwirt nach Großenwörden. In Höhe Osten erklärte sein Navi, er möge nach rechts abbiegen. Der 28-Jährige befolgte die Anweisung.

Anschließend lotste ihn das Navigationssystem entlang am Ostedeich in Richtung Großenwörden. Die kurvenreiche Straße ist nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Der Lkw-Fahrer missachtete das Fahrverbot und folgte seinem Navi.

In einer fast rechtwinkligen Linkskurve ging es dann nicht mehr weiter: Gegen 12.45 Uhr kam der Lkw mit den Hinterrädern des Aufliegers auf den Grünstreifen. Dort sackte er so tief ein, dass er in Schieflage geriet und umzukippen drohte.

Erst ein Bergungsunternehmen aus Bremervörde befreite den Sattelzug und seinen Fahrer aus seiner misslichen Lage. Die Arbeiter brauchten dafür einen großen Kran und ein weiteres Bergungsfahrzeug mit Seilwinde.

Sie schraubten einen Nabenadapter auf die hintere Achse. So hob der Kran den Auflieger an, während von vorne mit der Seilwinde Stück für Stück der gesamte Lkw gezogen wurde, bis er wieder auf der Straße stand. Die Straße Ostedeich war für fünf Stunden voll gesperrt.

Polizei warnt Lkw-Fahrer

Die Polizei registriert in den vergangenen Wochen vermehrt Vorfälle dieser Art. Die Gesetzeshüter bemängeln, dass sich die Fahrer schwerer Fahrzeuge zuletzt häufig in solch missliche Lage bringen.

Gebe es eine Tonnenbeschränkung, dürfe man die Straße nicht befahren - auch nicht, obwohl es das Navi vorschlägt, warnt die Polizei. Damit brächten die Fahrer sowohl sich selbst als auch andere Personen in Gefahr.

Zudem würde das hohe Gewicht der Fahrzeuge große Schäden an Straßen und Seitenstreifen verursachen. Die Bergung der Lkw koste das Unternehmen des Fahrers viel Geld. Um diese Strapazen zu vermeiden, sollten sich Verkehrsteilnehmer an die Verkehrszeichen halten und sich nicht stattdessen nach dem Navi richten. (jl)

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