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Die sogenannten "Cold Cases" zu den Morden an den Prostituierten Vanessa Wardelmann (l.) und Anja Witt beschäftigen die Polizei Cuxhaven bis heute. Foto: Polizei
Die sogenannten "Cold Cases" zu den Morden an den Prostituierten Vanessa Wardelmann (l.) und Anja Witt beschäftigen die Polizei Cuxhaven bis heute. Foto: Polizei
ZDF-Sendung zu Cold-Cases

Prostituierten-Morde: Cuxhavener Ermittler suchen das letzte Puzzlestück

von Redaktion | 12.01.2022 Zuletzt aktualisiert: 27.12.2023 00:02 Uhr

CUXHAVEN. Zwischen 1992 und 1993 brachte ein bislang unbekannter Täter Vanessa Wardelmann und Anja Witt um ihr Leben. Nach der Ausstrahlung bei der Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" erhofft sich die Ermittlungsgruppe aus Cuxhaven jetzt weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

"Wir geben nicht auf", sagt der Leiter der Ermittlungsgruppe, Kriminalhauptkommissar Rainer Brenner. Jede Möglichkeit werde in Erwägung gezogen, um die Fälle aufzuklären. Lediglich das fehlende Puzzleteil fehle noch, um den Täter zu identifizieren.

Hinweise aus Milieu gesucht

"Wir haben die DNA des Täters, daraus ergibt sich eine große Chance, zwei Mordfälle aufzuklären. Dann könnten wir den Angehörigen Gewissheit geben, wer für die grausamen Taten verantwortlich war", so Brenner weiter. Das angefügte Bild mit den Tatmitteln soll dabei helfen.

Auf dem Straßenstrich

Die Beamten sind weiterhin auf der Suche nach Personen, die damals in dem Milieu unterwegs waren. "Wir möchten die Frauen und allgemein Personen ansprechen, die sich von 1990 bis 1995 auf dem Straßenstrich im Bereich Bremerhaven, insbesondere in der Van-Heukelum-Straße und in der Lessingstraße sowie in Bremen aufgehalten haben und von Freiern berichten können, die mit speziellen, grenzüberschreitenden sexuellen Wünschen aufgefallen sind, zum Beispiel durch Würgen, Fesseln oder Knebeln", erklärt Brenner.

Für den Mord hergestellt

"Durch die Veröffentlichung der Tatmittel erhoffen wir uns Hinweise von Personen, die eventuell mit einem Mann Kontakt hatten, der diese Gegenstände in Kombination aufbewahrte, etwa im Auto oder in einer Wohnung. Das Drosselungsseil habe der Täter extra für die Tötung der Frauen hergestellt.

Die Ermittler hoffen jetzt auf Hinweise zu einer Person, die vielleicht jemandem aufgefallen ist, weil sie sich auffallend für die mediale Berichterstattung und die polizeilichen Ermittlungen interessierte. Die Ergebnisse der Ermittlungen würden zudem zeigen, dass eine Verbindung des Täters zum Drogenmilieu unwahrscheinlich ist.

Ein Täter aus der Region?

"Es ist uns gelungen, eine Vielzahl von Personen aus dem Drogenmilieu von damals zu ermitteln und zu überprüfen. Damalige Tatverdächtige konnten wir hierbei entlasten", so Brenner für die Ermittlungsgruppe, die von einem Serientäter ausgeht, welcher jedoch schwer zu lokalisieren sei.

"Es ist nicht auszuschließen, dass er gar nicht im Bundesland Bremen oder Niedersachsen lebt oder gelebt hat oder sogar für andere Tötungsdelikte in Frage kommt." Hinweise nimmt die Polizei Cuxhaven unter der Telefonnummer (0 47 21) 57 32 00 entgegen. Alternativ kann jede weitere Dienststelle der Polizei kontaktiert werden. 

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