Quarantäne-Zeit: Bremer Virologe rät von Verkürzungen ab
KREIS CUXHAVEN. Der Virologe der Universität Bremen, Professor Andreas Dotzauer steht den Plänen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Quarantäne-Zeiten zu verkürzen, skeptisch gegenüber. Um Personalnot auch in Cuxhavener Betrieben zu verhindern, gebe es nur eine Möglichkeit, sagt er.
PCR-Test deutlich genauer
Um einen befürchteten Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur zu verhindern, hält der Virologe einen Kompromiss für machbar: "Denkbar wäre, die Quarantäne nur für die Personen zu verkürzen, die in ihrem Bereich unentbehrlich sind, Klinikpersonal etwa. Dann müsste aber mit Tests sicher gestellt werden, dass keine Infektion vorliegt."
Bis zu 21 Tage zur Infektion
Von der Verwendung von Schnelltests zur Beendigung der Quarantäne rät Dotzauer ab, weil die PCR-Tests deutlich genauer seien. "Andernfalls könnte jemand aus der Quarantäne entlassen werden, obwohl er noch infektiös ist." Kontaktpersonen müssten Geduld mitbringen: Bis zu 21 Tage lang könnte es in seltenen Fällen dauern, dass eine Infektion nachweisbar sei.
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