Virologe zu Omikron in Cuxhaven: "Leute im Norden bisher unvorsichtig"
KREIS CUXHAVEN. Insbesondere in Norddeutschland dominiert die Omikron-Variante das Corona-Geschehen. Auch im Kreis Cuxhaven ist inzwischen die Hälfte der Neuinfektionen auf die ansteckendere Virusvariante zurückzuführen. Ein Virologe erklärt, woran das liegen könnte.
Angesichts des hohen Anteils der Omikron-Variante am Infektionsgeschehen im Kreis Cuxhaven mahnt der Bremer Virologe, Professor Andreas Dotzauer zu mehr Vorsicht, stärkeren Kontaktbeschränkungen, größeren Abständen und dem konsequenten Tragen der FFP2-Masken, statt der medizinischen Masken.
Omikron in Norddeutschland verbreitet
"Im Moment sind gerade die Regionen im Norden besonders stark von Omikron betroffen, in denen die Werte bisher gering waren. Eine Erklärung könnte sein, dass die Leute deshalb unvorsichtiger gewesen sind und es so zu den vielen Neuinfektionen kommt", schätzt der Virologe die Situation ein.
Nähe zu Dänemark und Niederlanden
Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte in der vergangenen Woche auch die räumliche Nähe zu Dänemark und den Niederlanden, in denen die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen dominiert, als Erklärung ausgemacht.
Impfquote bei Omikron trügerisch
Der Virologe Dotzauer hat noch eine weitere Erklärung für die Omikron-Dominanz im Norden: "Auch eine hohe Impfquote, wie etwa in Bremen, bietet nur eine trügerische Sicherheit, weil die Erst- und Zweitimpfungen nicht so gut gegen Omikron wirken und die Booster-Wirkungen noch nicht greifen."
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