Real Cuxhaven ändert Öffnungszeiten: Was dies für Kunden und Mitarbeiter bedeutet
CUXHAVEN. Der Real-Markt in Cuxhaven schränkt vor seinem Aus die Öffnungszeiten ein und hat seinen Getränkemarkt geschlossen. Das hat Auswirkungen auf Kunden und Mitarbeiter.
In genau drei Monaten ist der Real-Markt Cuxhaven an der Konrad-Adenauer-Allee Geschichte - für immer. Bis dahin müssen sich die Kunden auf einige Änderungen einstellen, der Ausverkauf hat bereits begonnen. Eine Gewerkschaftsvertreterin übt harsche Kritik an dem Konzern und ist guter Dinge, dass das Gebäude nicht lange leer stehen wird.
Neue Öffnungszeiten ab Montag
Ab dem kommenden Montag gelten im Real-Markt neue Öffnungszeiten: Während das Warenhaus derzeit noch werktäglich von 7 bis 22 Uhr geöffnet hat, ist dies ab dem 5. Juli nur noch von 8 bis 20 Uhr der Fall. Zudem hat der Getränkemarkt bereits seit einigen Tagen geschlossen. Kunden müssen sich daher bis zur Schließung des Marktes auf ein deutlich reduzierteres Getränkeangebot einstellen. Wasser, Cola & Co. gibt es ab sofort nur noch im Markt selbst.
Keine weiteren Änderungen geplant
"Analysen des Kundenflusses haben gezeigt, dass der Markt in den frühen Morgenstunden und späten Abendstunden weniger stark besucht ist", sagt Real-Pressesprecher Frank Grüneisen auf Anfrage. "Daher wurden die Öffnungszeiten reduziert." Er räumt aber auch ein, dass dies vor dem Hintergrund der Schließung zum 30. September geschehe. Darüber hinaus soll sich für die Kunden aber nichts ändern. "Weitere Veränderungen im Markt sind nicht geplant", so Grüneisen.
"Kein Herz für Mitarbeiter"
Allerdings werde es trotz entsprechender Möglichkeit in diesen Jahr weiterhin keine Sonntagsöffnung geben, um das Personal zu entlasten. Diese Begründung hält die Verdi-Gewerkschaftssekretärin Sandra Schmidt für vorgeschoben. "Real trifft seine Entscheidungen ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien, ein Herz für Mitarbeiter hat der Konzern nicht." Dies sei früher anders gewesen.
Kritik von Gewerkschafterin
Von daher sei es für sie nicht verwunderlich, dass die Öffnungszeiten nun eingeschränkt werden. "So muss den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kein Spätschichtzuschlag gezahlt werden, der bis zu 50 Prozent des regulären Stundenlohns betragen kann." Die von Real gewählte Vorgehensweise sei im Falle einer absehbaren Schließung daher nicht unüblich in der Branche.
Kein langer Leerstand?
Von einem langen Leerstand des Gebäudes geht Schmidt nicht aus. "Bei der Lage kann ich mir gut vorstellen, dass schnell ein Nachmieter gefunden wird." Näheres wisse sie aber noch nicht.
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