Schwimmer auf Spiekeroog in Lebensgefahr: DLRG Lamstedt rettet 16 Menschen in 40 Minuten
SPIEKEROOG/LAMSTEDT. Das war für die Mitglieder der Lamstedter Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Schwerstarbeit: Beim Rettungsdienst auf Spiekeroog ging es um Leben und Tod.
Einen solchen Einsatz habe es für die DLRG-Ortsgruppe Lamstedt in der mittlerweile 50 Jahre andauernden Wasserrettungsdienst-Geschichte auf der Nordseeinsel Spiekeroog noch nie gegeben. Wie Ute Mahler-Leddin, die bei der Lamstedter DLRG für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, hätten gleich mehrere Faktoren am Sonnabend für mehrere Badegäste zu einer lebensbedrohlichen Situation auf der grünen Insel geführt: "Neumond, Springtide und Nordwind sorgten für eine plötzliche, starke Strömung", berichtet Ute Mahler-Leddin.
Gelbe Flagge am Strand
Gegen 12 Uhr seien die ersten Hilferufe eingegangen - von einem älteren Mann und einer Familie auf einem Donut-Schwimmring. Die Wachführerin beschloss daraufhin, die gelbe Flagge am Strand zu hissen: ein Zeichen dafür, dass das Baden und Schwimmen gefährlich sein könnten. "Grund hierfür war eine starke Ripströmung an einer vorgelagerten Sandbank innerhalb der Badezone, welche die Rettungsschwimmer wahrgenommen haben", so Pressewartin Mahler-Leddin.
Weitere Hilferufe
Kurz vor Ende der Badezeit um 13 Uhr seien gegen 12.40 Uhr weitere Hilferufe eingegangen. Mehrere Menschen hätten um Hilfe gerufen oder gewinkt, woraufhin sich vier Rettungsschwimmer ins Wasser begaben.
Feuerwehr Spiekeroog rückt aus
"Bereits nachdem zwei Rettungsschwimmer ins Wasser gegangen waren, setzte die Wachführerin den Notruf ab und die Feuerwehr der Ortsgemeinde Spiekeroog rückte zur Unterstützung an den Strand aus", erklärt Ute Mahler-Leddin. Insgesamt 16 Menschen seien an diesem Sonnabend aus lebensbedrohlicher Lage von der Ortsgruppe gerettet und sicher an Land gebracht worden.
Rettungshubschrauber landet
Am Strand wurden die Schwimmerinnen und Schwimmer medizinisch erstversorgt. Zwei Rettungswagen des Rettungsdienstes Mittelhessen und der Rettungshubschrauber "Christoph 6" kamen zum Einsatz.
Unterstützung für DLRG Lamstedt
Die Ortsgruppe Lamstedt der DLRG sei "jederzeit auf der Suche nach ehrenamtlichen Rettungsschwimmern und Mitwirkenden". Weitere Infos gibt es im Internet.