Unzählige tote Herzmuscheln im Watt vor Cuxhaven: Vermutung bei Ursache
CUXHAVEN. Unzählige tote Herzmuscheln im Watt vor Cuxhaven, diese Beobachtung machten in den vergangenen Tagen viele Wanderer.
Dasselbe Bild eines massenhaften Muschelsterbens bot sich an nordfriesischen Stränden. Woran die Muscheln gestorben sind, ist unklar. Untersuchungen zur Todesursache sollen die Nationalparkverwaltungen eingeleitet haben.
Seit dem 11. August
Peter Roland, Sprecher der Bürgerinitiative "Rettet das Cux-Watt", hat eine Vermutung. Er hat das Muschelsterben seit dem 11. August beobachtet. "Diese etwa drei Jahre alten Muscheln bedecken millionenfach die Wattoberfläche." Ein ähnliches Phänomen habe er vor zwei Jahren beobachtet, allerdings seien die Muscheln da nur rund ein Jahr alt gewesen.
Roland recherchierte und kontaktierte Meeresbiologen, die zurzeit davon ausgehen, dass die anhaltende Hitze die Muscheln, aber auch etliche Wattwürmer, getötet hat. Der Sauerstoffgehalt sei im Gewässer weitgehend aufgezehrt, auch bedingt durch eine verstärkte Algenbildung. Die Muscheln versuchten mit ihren Grabefüßen an die Watt-Oberfläche zu gelangen. Dort erwarte sie der Hitzetod, da in der vorigen Woche tagsüber Ebbe war. So habe sich das flache Watt so stark aufgeheizt, dass Muscheln und auch Wattwürmer keine Chance zu überleben hatten, meint Roland.
Wichtig für Ökosystem
Die Tiere sind für das sensible Ökosystem Watt von großer Bedeutung. Alle im Wattenmeer lebenden Herzmuscheln filtern die gesamte Wassermenge des Watts innerhalb von nur wenigen Wochen einmal komplett durch.
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