Handball

Wechselbad der Gefühle in Altenwalde: Erst Sieg, dann Tränen des Abschieds

von Jan Unruh | 16.05.2022

ALTENWALDE. Es ist geschafft. Die Handball-Frauen des TSV Altenwalde haben sich durch einen Sieg im letzten Landesliga-Saisonspiel den dritten Platz gesichert. Die Freude über diesen Erfolg war kurz nach der Schlusssirene riesig, die Stimmung wurde dann aber durch ganz viele Abschiedstränen eine ganze Zeit lang getrübt.

TSV Altenwalde - HC Bremen 21:18 (9:8): Es flossen zahlreiche Tränen - trotz eines gelungenen Saisonabschlusses. Das gewonnene Spiel gegen den direkten Konkurrenten um den dritten Tabellenplatz in der Landesliga rückte ziemlich schnell in den Hintergrund. Zwei langjährige Stützen des Teams wurden offiziell verabschiedet. Stefanie Ocken und Maria Nitz hängen ihre Handballschuhe an den Nagel - und werden das Handballgeschehen in Altenwalde in Zukunft von der Tribüne aus beobachten. Torhüterin Maria Nitz ist seit 2008 Teil der Mannschaft, hat in den 14 Jahren einiges erlebt. Nun ist Schluss. Anstatt im Tor der Altenwalder zu stehen, werde sie nun noch mehr Zeit zum Wandern haben.

Im letzten Spiel gegen HC Bremen wollte es die 38-Jährige aber noch einmal wissen, hielt in den ersten 30 Minuten zahlreiche Würfe, ehe sie in der zweiten Halbzeit die Partie von der Bank aus beobachtete und sah wie Carina Gans, die sonst in Lüneburg spielt und nur mit einem Zweitspielrecht auch für Altenwalde ran darf, die Bremerinnen zur Verzweiflung brachte. Beide haben einen großen Anteil am letztlich verdienten 21:18-Heimsieg.

Emotionen nach Schlusspfiff

Der hätte auch durchaus höher ausfallen können, wenn die TSVerinnen gerade in der ersten Hälfte ihre zahlreichen Torchancen noch besser genutzt hätten. Die Abwehr stand einmal mehr bombensicher. Und dahinter waren ja noch Nitz und Gans. "Ein schöner Abschluss", freute sich Trainerin Katrin Hinck nach dem Spiel. Aber auch bei ihr rollten die Tränen. Mit beiden scheidenden Spielerinnen habe sie noch selbst zusammengespielt, ehe sie das Traineramt übernahm. "Das fühlt sich noch ziemlich komisch an", sagt sie. Denn die 34-jährige Stefanie Ocken trug sogar noch ein Jahr länger das Trikot des TSV Altenwalde. Aufgrund einer Rippenverletzung konnte sie zum Abschluss nicht mitwirken, feuerte ihre Mannschaft, wie schon in den Vorwochen, von der Bank aus an. Als dann die Schlusssirene ertönte, brachen dann schon die ersten Emotionen aus. Die Spielerinnen lagen sich gefühlt minutenlang in den Armen. Wenig später gab es noch Abschiedsgeschenke für Bünger und Nitz - und lang anhaltenden Applaus von den Zuschauern in der Franzenburger Halle. Vor allem für die beiden Spielerinnen, aber auch für eine herausragende Rückrunde, die die Altenwalderinnen gespielt haben. Seit Anfang März sind sie ungeschlagen, haben sieben von acht Spielen gewonnen. Dem unangefochtenen Meister aus Habenhausen bescherten sie sogar die einzige Saisonniederlage. Der Lohn ist der dritte Tabellenplatz. Nun geht es erst einmal in die lange Sommerpause, bevor es im Spätsommer mit der neuen Saison und einigen neuen Gesichtern weitergeht für die Frauen des TSV Altenwalde.

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Jan Unruh

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