Auf dem Basketballkorb hinter dem Elternhaus in Cuxhaven hat Alen Blakaj fast täglich seinen Wurf geübt. Foto: Unruh
Auf dem Basketballkorb hinter dem Elternhaus in Cuxhaven hat Alen Blakaj fast täglich seinen Wurf geübt. Foto: Unruh
Basketball

Basketballtalent Alen Blakaj aus Cuxhaven: Die Profikarriere fest im Visier

von Jan Unruh | 07.01.2025

Der 17-jährige Alen Blakaj aus Cuxhaven hat seinen Traum verwirklicht und spielt nun Basketball auf der europäischen Bühne. Der Weg dorthin war voller Herausforderungen und spannender Erlebnisse. Ein inspirierender Aufstieg eines jungen Talents.

Alen Blakaj lebt seinen Traum. Der 17-jährige Cuxhavener hat jeden Tag einen Basketball in der Hand. Dieser Sport bestimmt sein Leben. Seit knapp drei Jahren spielt Blakaj bei Rasta Vechta, lebt seit eineinhalb Jahren bei einer Gastfamilie und geht in Vechta zur Schule. Er pendelt seitdem zwischen Schule, Sporthalle und seinem neuen Zuhause. Basketball bestimmt sein Leben - schon seit vielen Jahren. Mittlerweile spielt er sogar für die bosnische U18-Nationalmannschaft. Im Sommer nahm er an der Europameisterschaft in Mazedonien teil, im kommenden Jahr geht er wieder für sein Land auf Punktejagd. Für den 17-Jährigen wurde ein Traum wahr, als er im Nationaltrikot Bosniens in die Halle schritt. Als dann kurz vor dem ersten EM-Spiel die Nationalhymne erklang, wurde ihm erst bewusst, was für einen Moment er gerade erleben durfte. "Ich hatte überall Gänsehaut", sagte Alen Blakaj rückblickend. Seine ganze Familie kommt aus Bosnien. Er selbst wurde in Deutschland geboren, viele seiner Verwandten leben noch in Bosnien. "Die ganze Familie war sehr stolz", sagte er. Blakaj bekam unzählige Nachrichten. Auch wenn es sportlich bei der EM nicht so gut lief - Bosnien landete auf Platz 17 von 14 Teams - war es ein prägender Moment in der noch jungen Karriere des 2,02 Meter großen Cuxhaveners. 

Die bosnische Nationalhymne erklingt: Ein Gänsehautmoment für Alen Blakaj (3.v.l.). Foto: FIBA

Als er neun Jahre alt war, begann Blakaj mit dem Basketballsport. Erst spielte er mit seinen Freunden Fußball beim FC Eintracht Cuxhaven, dann holte ihn Peter Niehus in die Basketballabteilung des TSV Altenwalde. Ein Jahr lang spielte er Fußball und Basketball, dann entschied er sich für Basketball. "Ich war schon immer größer als die anderen", begründete Blakaj seine Entscheidung. Er hatte von Beginn an Spaß an der Sportart, konnte seine Stärken gut ausspielen. Fast jeden Tag zockte er mit Freunden auf dem ehemaligen Basketballplatz am Jahnplatz, spielte dann für den Nachwuchs der Cuxhaven BasCats, ehe er vor sechs Jahren zu den Eisbären Bremerhaven wechselte. Von dort aus ging es nach nur knapp zwei Jahren weiter nach Vechta. Dort fühlt er sich mittlerweile pudelwohl, ist sowohl privat als auch sportlich angekommen. In der vergangenen Saison hat er mit den Young Rasta Dragons die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) gewonnen. In dieser Saison läuft es bisher nicht so rund für Blakaj und Co. In der Hauptrunde B belegen sie aktuell den zweiten Platz hinter Rostock, brauchen im letzten Vorrundenspiel gegen den Tabellenführer unbedingt einen Sieg mit 17 Punkten Differenz, um noch an die Spitze zu klettern. Dafür trainiert auch Alen Blakaj.

Der gefühlvolle Wurf aus der Distanz ist eine große Stärke des 17-jährigen Cuxhaveners. Foto: FIBA

In den vergangenen Tagen plagte er sich mit einer Bänderverletzung herum. Zum Rostock-Spiel sollte die Verletzung auskuriert sein. Dann gilt der volle Fokus der laufenden Saison mit Vechta. Denn neben der NBBL-Mannschaft spielt Blakaj auch regelmäßig für die dritte Herrenmannschaft in der 1. Regionalliga und steht im Kader der ProA-Mannschaft, die übrigens vom gebürtigen Cuxhavener Hendrik Gruhn trainiert wird. Er war es auch, der Alen Blakaj in die Jugend nach Vechta holte. Seitdem hat sich der ehrgeizige Small Forward stetig weiterentwickelt. Seine größte Stärke ist der Dreipunktwurf. Das hat auch mit seinem Fleiß zu tun. Auch in der spielfreien Zeit über die Weihnachtsfeiertage war Alen aktiv, hat in der Cuxhavener Rundturnhalle ein paar Bälle geworfen. So wie früher schon bei den Heimspielen der BasCats, als er als kleiner Junge in der Halbzeitpause oder nach dem Spiel auf dem Parkett seiner Leidenschaft mit dem Ball in der Hand nachging. Nun ist er 17 Jahre alt, hat schon jetzt viel erreicht in seiner jungen Laufbahn, möchte aber noch höher hinaus. Sein Traum ist es, irgendwann einmal im Ausland Profi-Basketball zu spielen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Aktuell konzentriert er sich vollends auf die Saison mit Rasta Vechta. "Ab Sommer liegt der totale Fokus dann bei der Nationalmannschaft", sagt Blakaj. Bis dahin wird er weiter trainieren - um noch besser zu werden und seinem nächsten Basketballtraum noch ein Stückchen näherzukommen. 

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Jan Unruh

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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