Libussa Lübbeke und ihre selbstgezogene Stute Caramia erleben in diesem Jahr viele Premieren. Foto: IMAGO/Lafrentz
Libussa Lübbeke und ihre selbstgezogene Stute Caramia erleben in diesem Jahr viele Premieren. Foto: IMAGO/Lafrentz
Reitsport

Libussa Lübbeke aus der Wingst: EM-Debüt als Krönung eines Erfolgsjahres

17.09.2025

Erst der Start im Kentucky Horse Park, einem Fünf-Sterne-Turnier im Vielseitigkeitsreiten, dann der Sieg im Nationenpreis im belgischen Arville - und nun die erstmalige EM-Nominierung. Es ist das Jahr der Libussa Lübbeke aus der Wingst.

Von Mareike Scheer

Libussa Lübbeke wurde mit ihrer Stute Caramia von Vielseitigkeits-Bundestrainer Peter Thomsen für die Europameisterschaften in Blenheim in Großbritannien (18. bis 21. September) nominiert - als eines von nur sechs Paaren. Welche vier davon die deutsche Mannschaft bilden werden, entscheidet sich endgültig erst vor Ort in Großbritannien.

"Ich bin mehr als stolz", erklärte die 24-Jährige aus der Wingst nach der Verkündung bei Instagram. "Was diesen Moment wirklich besonders macht, ist, dass ich mit Caramia konkurrieren werde, einem Pferd, das von meiner Familie gezüchtet wurde. Diese Reise war schon immer eine Familiengeschichte, und diese Errungenschaft gemeinsam zu teilen, bedeutet mir alles."

Einen großen Anteil daran dürften die zuletzt bärenstarken Leistungen der Reiterin aus dem Landkreis Cuxhaven haben, die sich stetig verbesserte und in den Vordergrund ritt. 
Im Mai fand im berühmten Kentucky Horse Park ein Fünf-Sterne-Turnier im Vielseitigkeitsreiten statt - die höchste Schwierigkeitsstufe in diesem Sport. Hier treten die besten Reiterinnen und Reiter aus aller Welt gegeneinander an. Mitten unter ihnen: Libussa Lübbeke und ihre Stute Caramia.

Am Ende landete sie mit 53,1 Minuspunkten auf dem zehnten Platz und sicherte sich ein Preisgeld von 8.000 Euro. "Damit hätte ich bei diesem Starterfeld wirklich nicht gerechnet", sagt sie zufrieden. Sieger des Turniers wurde bereits zum fünften Mal der deutsche Olympiasieger Michael Jung mit Chipmunk FRH und nur 25 Minuspunkten.
Und der Erfolg war keine Eintagsfliege. Mitte August gewann Libussa Lübbeke mit Caramia und der deutschen Vielseitigkeits-Equipe beim CCIO4* im belgischen Arville den Nationenpreis. Nach der Dressur lag sie noch auf Rang sechs und übernahm nach einer starken Geländerunde sogar zwischenzeitlich die Führung. Im abschließenden Springen verhinderte ein Abwurf plus Zeitfehler eine Podiumsplatzierung. Am Ende wurde Lübbeke Sechste.

Nun folgt bald der nächste große Auftritt. Neben der Wingsterin feiert auch Calvin Böckmann sein EM-Debüt im Seniorenbereich. Beide waren zuvor im Nachwuchsbereich erfolgreich. Malin Hansen-Hotopp bringt Team-Silber von der EM 2023 mit, während Michael Jung als routinierter Championatsreiter und Olympiasieger gesetzt ist. Jérôme Robiné überzeugte bereits 2023 als Einzelstarter und auch für Nicolai Aldinger und Butt‘s Avondale ist es der zweite EM-Start.

Blenheim gilt als "schwerste" Strecke

Das Duo rückte nach der Nominierung nach, nachdem Anna Siemer aufgrund einer leichten Verletzung ihrer Stute ihre Teilnahme absagen musste. Die Blenheim Palace International Horse Trials sind ein renommiertes Vielseitigkeitsturnier, das für seine herausfordernden und anspruchsvollen Geländestrecken bekannt ist. Zwar ist keine einzelne Strecke als "schwerste" offiziell benannt, aber Blenheim gilt generell als einer der schwierigsten Cross-Country-Kurse der Welt - nicht zuletzt, weil es in Großbritannien gerne regnet und die Bodenverhältnisse die Strecke noch einmal schwieriger machen können.

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