Ein Tag nach dem Sturmtief Elli mit Dauerschnee lockt der Deich zu Schlittenpartien bei schönstem Winterwetter. Fotos: Kramp
Ein Tag nach dem Sturmtief Elli mit Dauerschnee lockt der Deich zu Schlittenpartien bei schönstem Winterwetter. Fotos: Kramp
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Am Tag nach Sturmtief "Elli" zeigt sich Cuxhaven wie verwandelt

von Wiebke Kramp | 10.01.2026

Nach einem schneidenden Schneesturm zeigt sich Cuxhaven am Tag danach wie neu: Die Sonne lockt die Menschen nach draußen. Schneemassen waren gestern, und die Deiche verwandeln sich in Rodelbahnen.

Wintersport in der Grimmershörnbucht. Das ist echter Rodelspaß für Jung und Alt vor toller Kulisse.
Nur einen Tag nach dem Unwetter zeigt sich der schneebedeckte Strand in Sahlenburg von seiner schönsten Seite.
Die Urlauberin aus dem Ruhrgebiet ist begeistert von der Traumaussicht am Sahlenburger Strand.
Der Wochenmarkt fand statt, war aber deutlich kleiner als üblich und auch viel weniger frequentiert.
Die Wochenmarktkräfte der Fleischerei Heß haben sich Sonnabend von Cadenberge nach Cuxhaven aufgemacht.
Pferde im Schnee in Holte-Spangen.
So wie Wolfgang Wähncke vom Seedeich ging es am Sonnabendmorgen vielen Cuxhavenern, die auch am Sonnabend Gehwege und Zufahrten von Schnee und Eis befreiten.
Die winterliche Innenstadt mit dem angefrorenen Schleusenpriel und dem Wasserturm.
So sieht es Sonnabendmorgen auf der Cassen-Eils-Straße aus, die am Tag zuvor noch durch Schneeverwehungen gesperrt war. Die Reste der Schneemassen sind am Deich noch gut zu erkennen.

Kein Vergleich zum Vortag: Am Tag nach dem schneidenden Schneesturmtief Elli präsentiert sich Cuxhaven am Sonnabend (10. Januar) wie frisch gewaschen. Bis auf wenige Schneemassen am Straßenrand und hartnäckige Schneeverwehungen ist von dem Unwetter kaum noch etwas zu bemerken - und bestes Winterwetter lockt viele nach draußen -, ob zum Pflichtprogramm Schnee- und Eisschippen oder zum Rodelvergnügen am Deich.

Freitag und in der Nacht zu Sonnabend hatte es noch ganz anders ausgesehen. Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer selbst war Freitagabend und in der Nacht unterwegs, um sich einen Eindruck vom Einsatzgeschehen zu verschaffen. Pro Schicht seien jeweils 28 Mitarbeitende mit 17 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz gewesen.

Santjer: "Uns haben besonders Schneeverwehungen in den Außenbereichen beschäftigt"

"Die etwa 200 Kilometer Straßen, Rad- und Gehwege, die zum Zuständigkeitsbereich des Winterdienstes gehören, konnten nicht alle gleichzeitig freigeräumt werden. Uns haben besonders Schneeverwehungen in den Außenbereichen beschäftigt", so der OB. Und er zieht ein positives Fazit: "Insgesamt bin ich zufrieden. Ich habe neben unserem Winterdienst viele Winterdienstfirmen, Hausmeister, Landwirte, Privatleute, Feuerwehr, DLRG und weitere von den Cuxrettern gesehen, die sich an Schneeräumarbeiten beteiligt oder aber Bäume aus dem Weg räumten und Autos aus dem Schnee gezogen haben. Die Polizei war auch immerzu im Einsatz. Ich bin begeistert vom Miteinander und sehe, dass wir uns aufeinander verlassen können."

"Streckenweise war es schon glatt"

Der Wochenmarkt in Cuxhaven fand am Sonnabendmorgen statt - aber mit deutlich wenigen Beschickern sowie Kundinnen und Kunden. Nur neun Standbetreiber trotzten dem Winterwetter. Auch die Mitarbeiterinnen der Fleischerei Heß aus Cadenberge hatten sich rechtzeitig auf den Weg gemacht und berichteten von durchwachsenen Straßenverhältnissen am Morgen, weil immer noch die Reste der Verwehungen für Behinderungen sorgten. "Streckenweise war es schon glatt."

Am Sonnabendvormittag wurde die Feuerwehr Cuxhaven wegen eines Wassereinbruchs in einem Elektrofachmarkt an der Abschnede gerufen. Dabei kam die Drehleiter zum Einsatz, um auf dem mit Schnee bedeckten Dach nach dem Rechten zu schauen. Andre Domingues-Stehrenberg von der Berufsfeuerwehr konnte aber Entwarnung geben. Einsturzgefahr bestehe nicht.

"Insgesamt sind wir mit einem blauen Auge davongekommen", sagte er im Rückblick auf den Schneesturm. Es habe nur wenige Einsätze gegeben wie den Lkw-Unfall im Hafen, Sicherungsmaßnahmen am Pier sowie das Befreien von festgefahrenen Fahrzeugen.

Nach Zugausfällen hat  auch Start Unterelbe am Sonnabendmittag den Bahnverkehr zwischen Cuxhaven und Hamburg wieder aufgenommen.

Deiche sind jetzt Rodelbahnen

Die Kinder jedenfalls haben ihren sichtlich Spaß am Winterwetter. Ab spätem Vormittag verwandelten sich die Deiche in Rodelbahnen.  Vereiste Pisten sorgen in der Grimmershörnbucht für ein besonderes Schlittervergnügen. Und wer keinen Schlitten hat, rutscht eben auf schnöden Einkaufstaschen den Deich runter.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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